EU will besseren Datenschutz im Internet
Ein Angriff auf Google, Facebook & Co: EU-Justizkommissarin Viviane Reding will schärfere Datenschutzregeln durchsetzen - die Löschung von Nutzerdaten müsse schnell, unkompliziert und komplett funktionieren.
Die EU will ihre 15 Jahre alten Datenschutzregeln verschärfen, um Nutzern von Diensten wie Google und Facebook eine bessere Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu ermöglichen. Der Schutz derartiger Informationen sei ein Grundrecht, erklärte die EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Donnerstag. Die EU müsse ihre Gesetze an die Herausforderungen neuer Technologien und der Globalisierung anpassen. Unklar bleibt nach Angaben der Kommission, wie die EU die Internetkonzerne zur Einhaltung der Bestimmungen zwingen will.
Mit der geplanten Regelverschärfung reagiert die EU auf die Sorge, dass Firmen wie Google, Facebook, Microsoft und Yahoo zu viele Nutzer-Informationen sammeln könnten, um sie für Werbezwecke zu nutzen. Im Rahmen ihrer neuen Datenschutz-Strategie, die die inzwischen 15 Jahre alte Datenschutzrichtlinie ablösen soll, will die EU die Internet-Konzerne nun dazu zwingen, Daten von Nutzern auf deren Wunsch zu löschen – und zwar schnell, unkompliziert und komplett. Den Anbietern sollen dafür bestimmte Fristen vorgeschrieben werden. Außerdem will man mit der Strategie mehr Transparenz erreichen. "Jeder sollte überdies klar und in transparenter Weise darüber informiert werden, wie, warum, von wem und wie lange seine Daten gesammelt und verwendet werden", heißt es in der Erklärung dazu.