Erste Anzeichen von Aufschwung bei der Fachpresse
Der Anzeigenumsatz der Fachzeitschriften blieb im ersten Quartal 2010 nur noch 6,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
Der Brutto-Anzeigenumsatz der Fachzeitschriften blieb im ersten Quartal 2010 nur noch 6,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2009 hatte die Differenz zu 2008 noch rund ein Viertel betragen. Das geht aus der aktuellen Werbeträgerstatistik der Vertriebsunion Meynen hervor. Für seine Erhebung analysierte der Verlagsdienstleister aus Eltville bei Wiesbaden das Anzeigenaufkommen in 428 Fachzeitschriften.
Von den 55 ausgewerteten Fachpressesegmenten weist mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus aus. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei das Malerhandwerk (+54 Prozent Umsatzzuwachs), Holz und Bauelemente (+44 Prozent), Blechverarbeitung (+43 Prozent) und Schmuck/Uhren (+34 Prozent). Weniger gut hatten sich hingegen unter anderem Lebensmitteltechnik (–45 Prozent), Messtechnik und Qualität (–31 Prozent) sowie Kunststofftechnologie (–25 Prozent) entwickelt.
Positive Impulse für das laufende Jahr erwartet Michael Rebelein, Forschungsleiter bei Meynen, durch einige 2010 statt findende Fachmessen, die nur in mehrjährigem Turnus veranstaltet werden. So läuft derzeit in München die alle drei Jahre organisierte Baumaschinen-Messe Bauma, die nach Fläche größte Messe überhaupt. Daneben gibt es im Oktober die internationale Kunststoffmesse „K“ in Köln.
Hoffnung macht dem Experten zudem, dass Forschungsinstitute eine deutlich verbesserte Auftragslage der deutschen Wirtschaft vermelden. Auf Kosten eines schwächeren Euros ziehe auch der Export wieder an. Auch auf der Hannover Messe ist Presseberichten zufolge trotz Chaos in der Luftfahrt durch die Aschewolke die Stimmung optimistisch. Für eine Prognose zur Umsatzentwicklung der Fachpresse im Gesamtjahr sei es allerdings noch zu früh, so Meynen.