Fachverlage rechnen mit deutlichem Umsatzplus
Die Fachverlage in Deutschland sind optimistisch. Die Werbekonjunktur und das Geschäft mit digitalen Inhalten bescheren den Verlagen voraussichtlich ein gutes Jahr.
Die Fachverlage in Deutschland sind optimistisch. Die Werbekonjunktur und das Geschäft mit digitalen Inhalten bescheren den Verlagen voraussichtlich ein gutes Jahr. Karl-Heinz-Bonny, Sprecher des Branchenverbands Deutsche Fachpresse, sagte gegenüber dem Handelsblatt, man erwarte ein Umsatzplus von zwei bis vier Prozent 2011. Besonders im zweiten Halbjahr 2010 sei das Werbegeschäft wieder anegzogen. "Die Werbekrise ist für die Fachmedien vorbei. Wir spüren am Markt eine positive Dynamik." Deswegen ginge es der Branche gut. "In der Regel schreiben die Fachverlage Renditen um die zehn Prozent," so Bonny.
Sein Chef, Geschäftsführer Bernd Adam, bestätigt gegenüber der Zeitung, dass die Verlage gut durch die Krise gekommen seien. Manchmal auch durch kuriose Effekte, dass die Werbung gerade in der Krisenzeit zugenommen habe, da sonst erfolgsverwöhnte Firmen auf einmal werben mussten, um in der Krise selbst Kunden zu bekommen.
Auch das Digitalgeschäft trägt zu den guten Entwicklungen bei. Derzeit machten die Fachverlage zwölf Prozent ihres Umsatzes im Web, so Bonny. Im Gegensatz zu den Publikumszeitschriften, gäbe es für die Fachverlage vielfältige Möglichkeiten, im Internet für Inhalte Geld zu verlangen. Außerdem wollten die Verlage die bisherige Unterscheidung zwischen Print und Online aufheben und die Werbevermarktung für beide Plattformen zunehmend gemeinsam gestalten.