Die Aktion gelte weiterhin: Jeder dürfe sich, unabhängig vom Impfstatus, den ganzen Dezember über kostenlosen Kaffee to go abholen.  

Doch der Image-Schaden lässt sich nicht so schnell entfernen wie das Instagram-Posting. Screenshots davon hatten längst auf Twitter die Runde gemacht. Dort zeigen viele User ihren Ärger über die Aktion, die nicht nur das eigene Unternehmen, sondern auch Impfverweigerer in den Vordergrund rücken würde.  

Beschwichtigungsversuch bleibt nutzlos 

Auch der versuchte Dreh auf Toleranz und Offenheit wird WonderWaffel nicht abgekauft – zumal die Betonung auf Ungeimpfte angesichts der angekündigten Umsetzung der Aktion unnötig gewesen wäre.  

Und auch der Beschwichtigungsversuch half offenbar wenig, die Wogen zu glätten. WonderWaffel hatte wieder auf Liebe und Verständnis gepocht und betont, die Hygienevorschriften einzuhalten – ohne Erfolg.  

Vereinzelt fand sich jedoch auch Zuspruch für die Aktion. Auch hier wurde diese jedoch offenbar nicht als Zeichen für Toleranz gelesen, sondern als starkes Statement gegen den Strom.

Übrigens ist WonderWaffel nicht das einzige Unternehmen, das sich mit einer derartigen Aktion in die Marketing-Nesseln gesetzt hat. Vor Kurzem warb das Café San Sebastian mit einem ähnlichen Angebot – wurde dabei jedoch deutlicher. 

Man wolle ein Zeichen dafür setzen, “dass wir gegen diese unfairen und teilweise sinnlosen Maßnahmen sind”, wie es auch bei San Sebastian hieß. Auch hier richtete sich die Aktion ebenfalls an Geimpfte und Genesene. Man wolle ja schließlich “fair” sein. Die Reaktionen fielen ähnlich aus wie bei WonderWaffel: vereinzelt Zuspruch, vorwiegend jedoch Kritik. 


Autor: Jennifer Caprarella

Jennifer Caprarella begann ihre Karriere einer Entertainment-Nachrichtenagentur, wo sie direkt nach dem Praktikum die Leitung eines der TV-Ressorts übernahm, und entdeckte als freiberufliche Redakteurin schließlich ihre Affinität für Digital-, Social-Media- und Tech-Themen. Wenn sie nicht von ihrer Heimatstadt München aus in die Tasten haut, treibt sie sich in Londons Theaterhäusern rum oder geht mit Hündin Luna auf Fährtensuche.