IVW Online: Nachrichtenportale profitieren vom Wulff-Effekt
Die Affäre Wulff pushte der Nachrichtenportale im Januar deutlich nach oben. Profitieren konnten nicht nur Faz.net und Sueddeutsche.de, die als erste über die Drohanrufe des Bundespräsidenten bei Bild.de berichteten.
Während die IVW-Zahlen der Nachrichtensites im Dezember auf Vorjahresniveau dahin plätscherten, konnten die Angebote im Januar deutliche Zuwächse verzeichnen. "Schuld" dürfte daran vor allem die Casa Wulff sein. So gewannen Faz.net und Sueddeutsche.de, die Onlineauftritte der Zeitungen, die als erste über die Drohanrufen des Bundespräsidenten bei Bild.de berichteten, beide deutlich zu: Faz.net kam auf 27,4 Millionen Visits (plus 18,55 Prozent gegenüber Vormonat). Sueddeutsche.de legte um ein Viertel zu und verzeichnete im Januar 2,42 Millionen Visits.
Bild.de hatte im Januar 224,23 Millionen Visitis, ein Plus von 17,3 Prozent. Dieser Zuwachs ist fast so hoch wie im November 2011. Damals konnte der Springer Verlag seine IVW-Zahlen um fast 20 Prozent nach oben schrauben. Der Grund war, dass erstmals auch die mobile Nutzung in die Zählung mit einfloss. Deutlich nach oben ging es im Januar auch für die Nachrichten-Plattformen Spiegel Online (180,21 Millionen Visits) und Welt Online (43,9 Mio. Visits; plus 19 Prozent). Der Wirtschaftstitel Wiwo.de, der seine Plattform im November einem Relaunch unterzog, konnte sich im Januar - nach einem Minus von 3,91 Prozent im Dezember - ebenfalls über einen Zuwachs im zweistelligen Bereich freuen (plus 13,5 Prozent). Ähnliche Gewinne (plus 11,8 Prozent) konnte allerdings auch der Konkurrent Manager Magazin Online für sich verbuchen.