Möbelhandel:
Ikea-Chef Betzel will 25 Prozent Marktanteil
Der schwedische Möbelhändler Ikea sieht sich nicht als Online-Nachzügler, sondern hat große Pläne: In der kommenden zehn Jahren soll der Marktanteil in Deutschland auf 25 Prozent wachsen.
Der Möbelhändler Ikea will seinen Anteil am deutschen Markt in den nächsten acht bis zehn Jahren massiv ausweiten. "Wir haben in Deutschland einen Marktanteil von 13 Prozent. 25 Prozent sind realistisch", sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Peter Betzel, dem "Handelsblatt". Dabei sollen ihm vor allem zwei Kanäle helfen: der Online-Handel und neue Filialen.
Betzel sieht Potenzial für 20 bis 25 neue Einrichtungshäuser - zusätzlich zu derzeit 46. Allerdings erschwere insbesondere die restriktive Haltung von Behörden in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Expansion, hatte Betzel Ende Oktober gesagt. Das Online-Angebot wird derzeit aber kräftig ausgebaut.
In ein bis zwei Jahren soll das komplette Sortiment über das Internet zu haben sein, schreibt das "Handelsblatt". Das wären rund 7000 Artikel, mehr als doppelt so viele wie derzeit. Aktuell offerieren die Schweden im Netz vor allem Möbel, nun sollen auch die typischen Mitnahme-Artikel wie Kerzen oder Bettwäsche dazu kommen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 (Ende August) setzte Ikea 3,99 Milliarden Euro in Deutschland um, davon allerdings nur 92 Millionen Euro im Internet. Betzel sieht das Unternehmen nicht als Online-Nachzügler: "Dieses Jahr setzen wir rund 160 Millionen Euro im Internet um - ein Wachstum von 70 Prozent. Das beweist, dass wir nicht zu spät dran sind, um überproportional vomo Onlineboom zu profitieren." Der Deutschland-Chef will bis 2020 einen Onlineanteil von zehn Prozent erreichen. (app/dpa)