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Gruner + Jahr:
Lichtblick am Baumwall: Neue Führung für "Capital"

Auch "Capital" bekommt eine neue Chance: Ex-"FTD"-Mann Horst von Buttlar übernimmt zum Juni die Chefredaktion...

Text: Gregory Lipinski

16. Januar 2013

Gruner + Jahr-Vorstandsmitglied Julia Jäkel stellt die Weichen für einen Neuanfang des Wirtschaftsmagazins "Capital": Horst von Buttlar, Leiter des Ressorts Agenda bei der eingestellten börsentäglich erscheinenden "Financial Times Deutschland", übernimmt mit der Juni-Ausgabe die Chefredaktion der Monatszeitschrift. Dies teilt Gruner + Jahr mit. Buttlar ersetzt Steffen Klusmann, der bislang das Blatt verantwortete.

Redaktionell unterstützt wird Buttlar von Andreas Petzold, Noch-Chefredakteur des "Stern" und künftiger Herausgeber des G+J-Flaggschiffs. Petzold soll den Relaunch von "Capital" begleiten und der Chefredaktion beratend zur Seite stehen. Buttlar plant, das Wirtschaftsmagazin neu auszurichten. Künftig soll das Heft "Wirtschaft auf eine neue Art erzählen - multiperspektivisch, global, visuell und begeisternd", heißt es. Der Theodor-Wolff-Preisträger will mit dem Umbau des Blattes Menschen erreichen, "die sich mehr für die Lösung als das Problem interessieren". Auch die Geschäftsführung des Wirtschaftsmagazins wird neu besetzt: Soheil Dastyari, Geschäftsführer von G+J Corporate Editors und seit Kurzem Verantwortlicher von Facts & Figures, soll den Posten von Ingrid Haas übernehmen.

Was Klusmann künftig macht, ist hingegen unklar. In Branchenkreisen heißt es, dass der Wirtschaftsjournalist die Bertelsmann-Tochter am Hamburger Baumwall verlassen will. Klusmann hatte die Chefredaktion von "Capital" 2009 übernommen und rundumerneuert. Er setzte vor allem auf lesbare Unternehmensgeschichten, um seinem Konkurrenten "manager magazin" Paroli zu bieten. Doch der Kurs von Klusmann ging nicht auf. Die Auflage von "Capital" bröckelte. 

Capital war ein Teil der G+J-Wirtschaftsmedien. Dazu gehörte auch die "Financial Times Deutschland". Da Gruner + Jahr die Tageszeitung aber nie aus der Verlustzone steuern konnte, wurde das Blatt zum Jahresende eingestellt. Mehr als 300 Mitarbeiter verloren ihre Jobs.


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Autor: Gregory Lipinski

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