MDR will gegen Twitter klagen
Ein falscher Udo Reiter auf Twitter stößt dem MDR sauer auf. Der Öffentlich-Rechtliche Sender sieht die Persönlichkeitsrechte seines Intendanten verletzt und fasst nun den Rechtsweg ins Auge.
Der UdoReiter-Account auf Twitter stößt dem MDR sauer auf. Dort finden sich Statements wie "Mein Chefredakteur stottert ein bisschen, schlägt sich sonst aber wacker." oder Beschwerden darüber, wer ihm das Merkel-Interview eingebrockt habe. Die Kurznachrichten stammen jedoch nicht vom Intendanten des MDR, sondern von jemandem, der sich auf Twitter als Reiter ausgibt. Dagegen will der Öffentlich-Rechtliche Sender nun vorgehen.
Bereits im August habe der Sender an Twitter geschrieben mit der Bitte, die Einträge sofort zu löschen, da die Persönlichkeitsrechte von Reiter verletzt würden, so Unternehmenssprecher Dirk Thärichen gegenüber der Nachrichtenagentur "dpa". "Darauf haben wir bisher noch keine zufriedenstellende Antwort erhalten", so Thärichen. Nun würden weitere rechtliche Möglichkeiten geprüft.
Der Sender selbst gibt jedoch zu, dass dies kompliziert sei, da Twitter seinen Sitz in den USA habe. Sonderlich beliebt ist der falsche Reiter ohnehin nicht: Sein Profil bringt es zum Zeitpunkt dieses Artikels auf weniger als 50 Follower.