Madsack: Berlin-Pool legt los
Neun Berlin-Korrespondenten der Verlagsgruppe Madsack haben heute in einem neuen Gemeinschaftsbüro am Schifferbauerdamm ihre Arbeit aufgenommen. Sie berichten künftig an 18 Zeitungen und knapp zwei Dutzend Online-Portale.
Die Hauptstadt-Korrespondenten der Verlagsgruppe Madsack haben an diesem Donnerstag ihre Arbeit in einem Gemeinschaftsbüro im einstigen Maschinenhaus am Schiffbauerdamm aufgenommen. Einen entsprechenden Bericht des "Kontakters" bestätigt der Verlag ("Hannoversche Allgemeine", "Lübecker Nachrichten", "Leipziger Volkszeitung") nun auch in einer offiziellen Mitteilung.
Die neun Journalisten berichten aus Berlin künftig nicht mehr nur an die Zeitung, der sie bisher vertraglich verpflichtet waren, sondern an alle 18 Madsack-Zeitungen und an knapp zwei Dutzend regionale Online-Portale. Die Medien sollen über eine gemeinsame Datenbank auf die Berichte zugreifen können. Für die Produktion ist die Madsack-TV-Produktionstochter TVN Group verantwortlich, die am selben Standort am Spreeufer sitzt.
Die Hauptstadt-Journalisten der Gruppe sollen in Zukunft nicht nur ihre Termine untereinander abstimmen, sondern auch crossmedial aktiv werden: In Zusammenarbeit mit dem TV-Team der TVN Group sollen die Korrespondenten TV-Interviews, Livestreams und andere audiovisuelle Beiträge für die Gruppe beisteuern.
Die Arbeitsverträge der Korrespondenten werden derzeit entsprechend angepasst, sagte Herbert Flecken, Sprecher der Geschäftsführung, dem "Kontakter". Der Berliner Pool solle zunächst um "zwei, drei weitere Stellen" ausgebaut werden. Die in der Branche kursierende Zahl von 30 Stellen sei "übertrieben". Auch ein Verkauf der Inhalte an Dritte sowie eine Auslagerung des Berlin-Pools sei "zurzeit nicht geplant", sagt der Hannoveraner Verlagsboss.
Zunächst habe man "genug damit zu tun, die Schnittstellen innerhalb der Gruppe einzurichten". Flecken betätigt aber, dass es einen Markt gibt: "Wir wissen, dass große Regionalzeitungen die Berliner Geschichten brauchen." jup/gl/jmk