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Meine Marken: Felix Stöckle

Der persönliche Markenkosmos der Agenturchefs: Diesmal hat Felix Stöckle den W&V-Fragebogen ausgefüllt. Der Managing Director von Landor Associates über Yps, Porsche, Adidas und die eine oder andere Markenverirrung.

Text: Anja Janotta

24. August 2010

Der persönliche Markenkosmos der Agenturchefs: Diesmal hat Felix Stöckle den W&V-Fragebogen ausgefüllt. Der Managing Director von Landor Associates über Yps, Porsche, Adidas und die eine oder andere Markenverirrung.
Für welche Marke haben Sie früher das meiste Taschengeld geopfert?

Yps war eine große Leidenschaft: Das Detektivfernrohr zum um die Ecke schauen, die Rose von Jericho oder die Krebse zum ‘Anrühren’. Einfach genial und leider in die ewigen Markenjagdgründe eingegangen. Später kam dann die Musik: Auf das weiße Pearl Schlagzeug mit Paiste Becken habe ich verdammt lange gespart – und dann noch monatelang den Rest abbezahlt. Dank an meine Eltern, dass sie hier einmal nicht ihren Prinzipien gefolgt sind.

Und für welche Marke würden Sie heute eine richtige Stange Geld ausgeben und sich einen lang gehegten Traum erfüllen?

Einen alten 911er aus meinem Geburtsjahrgang. Oder eine Harley Fatboy. Aber dann würden wahrscheinlich alle denken, dass ich endgültig in der Midlife-Crisis angekommen wäre. Insofern bleibe ich einfach bei meiner Vespa.

Wie lange währt Ihre längste Marken-Beziehung? Und welcher Marke sind Sie so lange treu geblieben?

Ganz klar Adidas. Die-Gert-Müller Schuhe, die ich gerade gekauft habe, hatte ich vor 30 Jahren schon einmal. Damals hießen sie aber noch nicht Retros und hatten keine pink-farbenen Laschen.

Mal ehrlich: Welche Markenbeziehung von früher ist Ihnen heute eher peinlich?

Wieder Adidas: Meine heiß-geliebten, aus heutiger Sicht fürchterlichen, weißen halbhohen Tennis-Stiefel, deren Namen ich verdrängt habe. Ansonsten, die Schleich Schlümpfe, die ich gesammelt habe ...

Gibt es ein Werbegeschenk, ein Give-Away, das Sie – trotz Aufdruck – gern benutzen oder tragen? Von wem haben Sie es bekommen?

Die Duschgels und Shampoos aus erstklassigen Hotels, die sich so perfekt für den Wochenendtrip nutzen lassen. Und dann gab es da einen Fisher Space Pen unbekannter Herkunft, den ich jahrelang in der Hosentasche hatte, bis ich ihn leider irgendwann verloren habe. Mit dem konnte man sogar mit dem Kopf nach oben und unter Wasser schreiben.

Geht da was: Mit welcher Marke kann man heute überhaupt noch einer Frau imponieren?

Natürlich wäre es uns allen lieber, wenn das gar nicht der Fall wäre und man Frauen nicht mit Marken beeindrucken könnte. Wenn man es aber trotzdem versuchen will, sollte es aber nicht um meine, sondern um ihre Marken gehen. Wenn man also weiß, das N° 18 dieser wahnsinnig sinnliche blutrote Nagellack von Chanel ist, hilft das ganz sicher. Das zeigt, dass man sich für SIE interessiert. Und das imponiert Frauen sicherlich am allermeisten.

Bei Heißhunger: Für welchen (Marken-)Einkauf fahren Sie nachts extra noch zur Tanke?

Eigentlich für keine. Am ehesten aber wohl Becks und Funny-Frisch Chipsfrisch Peperoni ...

Welche Marke ist Ihnen sympathischer?

Mars – Balisto
Orangina – Bionade
Tour de France – Formel 1 – beides nicht
Opel Astra - Ford Focus
Porsche - Mercedes SLK
Zeit - Spiegel
3 Sat - Vox


Waren Sie schon mal tatsächlich in einer Kampagne zu sehen?

Nein, und das wäre wahrscheinlich auch nicht verkaufsfördernd ...

Wer dürfte Sie sponsern?

Paul Smith und Apple – das käme wahrscheinlich einer 50-prozentigen Gehaltserhöhung gleich ...

Drehen wir den Spieß einmal um: Wir haben uns Gedanken gemacht, für welche Marke Sie als Testimonial Pate stehen könnten. Ist Panini-Sammelalben für Sie eher ein Kompliment oder eine Beleidigung? Warum?

Ein unglaubliches Kompliment. Ich habe zwar zwei linke Füße und werde beim Bolzen von jedem Fünfjährigen stehen gelassen, aber als eingefleischter Pauli-Fan, der aus dem Wohnzimmer auf's Stadium sehen kann, wäre das eine unfassbare Ehre! Außerdem ist Panini ja Kult. Und selbst wenn man mich als Testimonial nimmt, kann das nichts ernsthaft kaputt machen ...


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Autor: Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.


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