Mipcom: TV-Investitionen sind europaweit rückläufig
Die Fernsehzuschauer in Europa müssen sich einer Studie von Content Economics Research zufolge in den kommenden Jahren auf mehr Wiederholungen und billigere TV-Produktionen einstellen.
Die Fernsehzuschauer in Europa müssen sich einer Studie zufolge in den kommenden Jahren auf mehr Wiederholungen und billigere TV-Produktionen einstellen. Dies sei die Folge des Sparkurses der Fernsehsender, die auch bei Originalproduktionen den Rotstift ansetzten, wie die Forschungsgesellschaft für Fernsehinhalte, Content Economics Research, mitteilte. In den Jahren 2009 und 2010 würden die Investitionen in eigene Formate im einstelligen Prozentbereich zurückgefahren. Frühestens 2011 könnte es wieder Wachstum geben. Das deckt sich auch mit den Vorhersagen der großen deutschen Privatfernsehanbieter, wie der RTL-Gruppe und ProSiebenSat.1.
Die in London ansässige Marktforschungsgruppe geht davon aus, dass weniger hochwertige und kostspielige Dramen und dafür mehr günstig herzustellende Quiz- und Doku-Formate produziert werden. Im vergangenen Jahr seien in 15 west- und mitteleuropäischen Ländern rund zwölf Milliarden Euro für originale TV-Produktionen ausgegeben worden - ohne Nachrichten- und Sportsendungen. Deutschland lag mit 3,1 Milliarden Euro knapp vor Großbritannien; dahinter folgten Frankreich, Italien und Spanien.