Paart.de: Inspiriert durch die gute alte Tupperparty
Seit Ende August ist Paart.de online. Auf der Plattform finden Privatleute Marken, die ihr Event daheim sponsorn. Im Interview mit W&V Online erzählt CEO Olaf Classen, wie er zusammen mit seinem Partner auf die Idee zu Paart kam und welche Expansionspläne er hegt.
Seit Ende August ist Paart.de online. Auf der Plattform finden Privatleute Marken, die ihr Event daheim sponsorn.Paart sei als eine Vermittlungsplattform zwischen Marke und Verbraucher zu vestehen, erklärt Olaf Classen, Gründer und CEO des Portals. Im Interview mit W&V Online erzählt er, wie er zusammen mit seinem Partner auf die Idee zu Paart kam und welche Expansionspläne sie hegen.
Wie entstand die Idee zu Paart?
Classen: Zusammen mit Pepe Wietholz betreibe ich seit Ende 2009 die Social Media Agentur strg. in Hamburg. Wir haben festgestellt, dass es Sponsoring von Events bisher eigentlich nur im öffentlichen beziehungsweise halböffentlichen Bereich, also etwa Uni-Partys, gibt. Und da haben wir gesagt, es wäre doch toll, wenn sich Verbraucher Produkte nach Hause kommen lassen könnten und bekannte Marken dann das private Event sponsern. Mit inspiriert hat uns da auch der Siegeszug der guten alten Tupperparty. Das Prinzip sich in das Wohnzimmer des Verbraucher zu begeben, um dort Dinge stattfinden zu lassen.
Vor gut zwölf Monaten haben wir die Idee und das Konzept unseren heutigen Partnern Thomas Mohr und Frank Vomberg von der Agentur Promotion Union vorgestellt, die sofort von der Idee begeistert waren. Nach einer intensiven Entwicklungs- und Testphase – wie das eben so bei Start-Ups ist – haben wir die Plattform dann letztlich am 30.August diesen Jahres online gebracht. Wichtig war uns, zum Start von Paart gleich mit relevanten Unternehmen, also mit A-Marken, zu starten.
Welche Marke war denn Ihr erster Kunde?
Carlsberg Astra und Sinalco waren die ersten beiden. Pernot und Sky Deutschland kamen dann recht schnell dazu. Seit dem Start Ende August haben bisher 26 private Champions League-Events mit Sky und 43 WG-Partys mit Astra veranstaltet. Wir hoffen, dass wir mit Sky in 2012 auch mit Bundesliga-Themen, anderen Sportevents und auch Filmnächten weitermachen können. Wir hoffen aber auch sehr stark auf die Zielgruppe der Familienmanagerin, die vielleicht mit ihren Kindern mittags Convenience Produkte ausprobiert. Es muss ja nicht immer was am Abend sein. Party ist in Deutschland immer gleichbedeutend mit einer Abendveranstaltung, deshalb reden wir bei Paart von Events. Wir wollen auch Kindergeburtstage stattfinden lassen, Grillen mit der ganzen Familie und Ähnliches.
Wie aufgeschlossen sind Marken überhaupt gegenüber Ihrem Konzept?
Es gibt eine große Aufgeschlossenheit. Wir sind mittlerweile mit vielen Unternehmen im Gespräch – ob das große Brauereien in Deutschland oder Firmen im FMCG-Bereich sind, vom Gaming-Bereich bis hin zu Firmen, die mit Mode- oder Stylingprodukten handeln. Wir kombinieren drei Elemente: Online-Marketing beziehungsweise Social Media, Event-Marketing und Micro-Sponsoring. Zusammen können sie eine sehr starke Wirkung entfalten, weil wir eben stark auf den Word-of-Mouth-Effekt bauen. Und das gibt es bisher so nicht in Deutschland.
Wie machen Sie die Events bei den Verbrauchern bekannt?
Der Schwerpunkt liegt natürlich auf Online-Marketing und dem eigenen Word-of-Mouth-Effekt zum Thema Paart. Wir arbeiten sehr stark mit einer eigenen Facebook-Seite und unserem eigenen Netzwerk. Darüber hinaus aber auch mit Facebook Engagement-Adds und Affiliate-Marketing. Parallel dazu gibt es aber auch klassische Offline-Maßnahmen, etwa Flyer-Aktionen in einigen Städten. Auf der anderen Seite setzen wir stark auf das Involvement der Partner, die uns in ihre Kampagnen integrieren. Das kann eine Integration auf der Homepage sein, so hat es etwa Sinalco gemacht. Das kann aber auch eine werbliche Integration bei zum Beispiel einer Edgar-Cards-Aktion oder auf der Facebook Fanpage der Partner sein.