Kampagne:
Sling TV veräppelt das amerikanische Kabelfernsehen
Der US-Streaming-Dienst Sling TV greift in seiner Werbung die Konkurrenz an: Für die Marke von Dish Network sind Kabel-TV-Anbieter nichts weiter als unerzogene Kinder.
Kaum ein halbes Jahr auf dem Markt, verhöhnt der Streaming-Dienst Sling TV in einer neuen US-Kampagne die traditionellen Kabel-TV-Anbieter. Die Konkurrenten tauchen in drei Werbespots als vorlaute Kinder auf, die ihre Kunden belästigen, bedrohen oder sogar quälen. Ob nun langfristige Verträge, große Programmpakete mit überflüssigen Kanälen oder ein schlechter Kundendienst - die verantwortliche Werbeagentur Camp + King stellt die vermeintlichen Schwächen ohne Rücksicht an den Pranger.
Seit dem Launch Anfang des Jahres zählt Sling TV bereits rund 250.000 Abonnenten. Diese Zahl könnte vor allem mit dem Trend hin zur Video-on-Demand-Nutzung über Tablet oder SmartTV weiter steigen. Unter dem Claim "Take Back TV" offeriert das Tochterunternehmen des Satelliten-TV-Anbieters Dish Network seinen Kunden für 20 Dollar im Monat mehr als ein Dutzend Kanäle wie "CNN", "Disney Channel", "AMC Network" und "ESPN". Letzterer soll laut Branchenexperten einer der Gründe sein, weshalb viele Kunden ihren alten Kabel-TV-Vertrag nicht kündigen, da sie nicht auf die Sportkanäle verzichten möchten. Als erster Streaming-Dienst bietet Sling TV neben "ESPN" auch die Sender "TBS" und "TNT" an, die ebenso über ein umfangreiches Sportprogramm verfügen.