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Springer & Jacoby unterm Hammer

Das einstige Kreativ-Dickschiff Springer & Jacoby hat einen Schuldenberg von 4,6 Millionen Euro angehäuft. Im Internet wird jetzt das Inventar versteigert.

Text: Florian Zettel

4. August 2010

Am vergangenen Montag hatte der Insolvenzverwalter Ingmar Jarchow im Raum 405b des Hamburger Amtsgerichts alles andere als gute Nachrichten für die Gläubiger der Agentur Springer & Jacoby. Die seit Anfang April insolvente Agentur hat im Laufe der letzten Jahre einen Millionen Euro großen Schuldenberg angehäuft.

Die Chancen der Gläubiger, bald Geld zu bekommen, sind verschwindend gering. Denn insgesamt belaufen sich die Forderungen bei den rund 100 Gläubigern auf 4,6 Millionen Euro; die Vermögenswerte der drei verbliebenen Gesellschaften sind dagegen minimal. Das größte Forderungspaket hält nach Angaben von Ingmar Jarchow das Finanzamt, der Rest fällt zu fast gleichen Teilen auf ehemalige Mitarbeiter und Lieferanten. Um diese Ausstände abzugelten, werden vom Hamburger Auktionshaus Dechow im Internet alte Schränke, Rollschubläden und Apple-Rechner der Agentur verkauft. Doch die könnten im besten Fall ein paar Tausend Euro bringen.

Wesentlich mehr würde die Marke Springer & Jacoby bringen, die trotz Insolvenz offenbar immer noch wertvoll ist. Gerüchten zufolge soll sie im vergangenen Jahr für 250.000 Euro zum Verkauf gestanden haben. Doch noch sind die Namensrechte nicht Teil des Verfahrens, da die Marke Lutz Schaffhausen und seiner Green Goose Markenverwaltungsgesellschaft mbH gehört. Immer noch soll es für den Agenturnamen Interessenten geben. Deshalb prüft der Hamburger Rechtsanwalt Jarchow auch, ob es anfechtbar ist, dass die Marke nicht Teil der Insolvenzmasse ist. Der Ausgang ist allerdings ungewiss.

Von den zuletzt sieben Gesellschaften des früheren Werbestars sind nur noch die Springer & Jacoby Werbeagentur GmbH & Co. KG, die Springer & Jacoby Digital GmbH & Co. KG und die Farewell Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG übrig. Alle anderen Gesellschaften wurden bereits aufgelöst und verfügten über kaum nennenswertes Vermögen.


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Autor: Florian Zettel

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