Die Vergangenheit habe gezeigt: Nach Rezessionen erholt sich der globale Werbemarkt in der Regel stufenweise im Verlauf der kommenden drei Jahre. Weltweit wird ab 2012 wieder mit einem normalen Wachstum von 4,8 Prozent zu rechnen sein. Der prognostizierte, gemäßigte weltweite Anstieg von 0,9 Prozent für 2010 ist an erster Stelle den sich entwickelnden Märkten wie dem asiatisch-pazifischen ohne Japan (+ 8,4 Prozent) und Lateinamerika (+ 8,1 Prozent) zuzuschreiben. Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Märkte Nordamerika, Westeuropa und Japan erholen sich langsamer und schrumpfen auch im kommenden Jahr (Nordamerika: -2,4 Prozent, Westeuropa: - 0,5 Prozent, Japan: - 3,2 Prozent).

Regionale Regelungen in einzelnen europäischen Ländern erschweren zudem die Erholung regionaler Werbemärkte: So wird das öffentliche Fernsehen in Frankreich, das mehr als ein Drittel der dortigen Zuschauer an sich zieht, bis 2011 voraussichtlich komplett werbefrei sein. In Spanien plant die Regierung, das öffentliche Fernsehen ab 2010 werbefrei zu gestalten (Zuschaueranteil: mehr als ein Fünftel). Ein moderates Wachstum der Werbemärkte ist in Nordamerika, Westeuropa und Japan ab 2011 wieder zu erwarten. Das Internet, das als einziges Medium in 2009 weltweit einen Anstieg der Werbegelder verbuchen kann (+ 9,5 Prozent), wird seinen Marktanteil als Werbeträger bis 2012 auf 16,2 Prozent ausbauen. Dies ist maßgeblich dem Suchmaschinenmarketing zuzuschreiben: ZenithOptimedia geht davon aus, dass 53 Prozent der Online-Werbeinvestitionen bis 2012 in diesen Bereich fließen werden. In 2009 verzeichnete Search weltweit ein Plus von 15 Prozent und die Agenturgruppe rechnet damit, dass der Bereich seine Wachstumsrate von 14-15 Prozent über die kommenden Jahre halten wird. In Display-Werbung wurde im laufenden Jahr sechs Prozent mehr als im Vorjahr investiert.

ZenithOptimedia erstellt die inzwischen vierteljährlichen Forecasts seit 15 Jahren. Sie sollen der Werbewirtschaft als Barometer für die Planung ihrer Media-Aktivitäten dienen.