Unklare Zukunft für Myby.de
Axel Springer hat kein Interesse an einer Komplettübername von Myby.de. Die Seite ist mittlerweile offline - offiziell wegen Wartungsarbeiten. Der Online-Elektronik-Fachmarkt ist ein Joint Venture des Berliner Verlags mit Arcandor.
Nach der Insolvenz des Essener Handelskonzerns waren Spekulationen um einen Kauf der Anteile von Arcandor aufgekommen. Den Gerüchten widerspricht ein Springer-Sprecher: Die Übernahme des Arcandor-Pakets an Myby sei derzeit nicht geplant. Zu einem möglichen Verkauf der eigenen Anteile will Springer keine Angaben machen.
Der Verlag will zunächst die Entwicklung des Insolvenzverfahrens abwarten. Mittlerweile ist der Shop offline - offiziell wegen Wartungsarbeiten. Ein Arcandor-Sprecher will zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls keine Aussagen zur Zukunft von Myby machen und verweist auf das Insolvenzverfahren.
Die Ausgangslage ist relativ klar. Arcandor hält an Myby mit knapp 75 die klare Mehrheit. Springer ist im Besitz der restlichen 25 Prozent. Eine Schließung des Shops dürfte keine großen Auswirkungen auf die Bilanzen des Verlags machen. Der Betrieb der Plattform schultert Arcandor. Springer stellt lediglich Mediavolumen auf seinen Medienplattformen wie Bild am Sonntag zur Verfügung.
Zum Umsatz von Myby liegen keine genauen Zahlen vor. Der Erfolg blieb allerdings überschaubar. Die Plattform, die im Oktober 2007 online gegangen war, konnte am Ende des vergangenen Jahres seinen Umsatz um 50 Prozent steigern. Allerdings von sehr geringem Niveau.