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Was sonst noch in der Medienbranche passiert
Carat durchleuchtet mit Advant die Zielgruppe Bundesliga-Fans genau, WDR testet Sex und Comedy, Falkemedia kauft sich viele Abonnenten.
Carat/Advant Planning. Legen ihre Fantypologie-Studie zur Fußball-Bundesliga zum Start der Saison 2015/16 gemeinsam neu auf. Sie belegt: "Das Mediennutzungsverhalten der fast 30 Millionen Bundesliga-Fans ist stark heterogen und bedarf dezidierter Mediaplanung", wie es heißt. Für die Studie wurden die von Advant Planning bereits 2012 herausgearbeiteten Fantypen aller 18 Bundesligavereine – der Manische, der Leidenschaftliche, der Affine, der Sympathisant – in die internationale Markt-/Media-Studie "Consumer Connection Study" (CCS) von Carat Deutschland integriert. Ein Tipp lautet: "Der erfolgreichste Kommunikationsmix rund um die Bundesliga besteht für Sponsoring- & Werbetreibende mit einem Fokus auf 20- bis 49-Jährige, aus einer Kombination von Bandenwerbung, TV-Spots und TV-Presentings." Die "Fantypologie der Bundesliga Vol. 2" kann im Onlineshop von Advant Planning oder direkt bei Carat (hello.germany@carat.com) erworben werden. Unternehmensangaben.
WDR. Probiert zwei Wochen lang vom 24. August an im Fernsehen 20 neue Unterhaltungsformate aus. Anschließend wird entschieden, was davon übernommen wird. Mit den teils ungewöhnlichen Formaten will der Sender jüngere Zuschauer ansprechen, die seine Angebote bisher oft ignorieren. "Ich bin wirklich gerührt, wie in den letzten Monaten diese Ideen gewachsen sind", sagt Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.
Einiges hat es so noch nie im WDR gegeben: So interpretiert das Funkhausorchester in den Fankurven der fünf NRW-Bundesligastadien die jeweiligen Fanhymnen. Die Comedians Micky Beisenherz und Oliver Polak tauchen in fremde Lebenswelten ein, indem sie eine Zeitlang mit Öko-Aussteigern und MS-Kranken zusammenleben. Im Format "Begehren" wird das Thema Sex "sinnlich oder auch mal deftig" aufbereitet.
Anlass für die Programmoffensive mit dem Slogan "WDR Fernsehen - Macht den Westen an!" ist das 50-jährige Bestehen des TV-Kanals, der früher als "Drittes Fernsehen" bekannt war. Das Jubiläum sollte auf keinen Fall mit herkömmlichen Rückblicken gewürdigt werden. Stattdessen stöbern nun junge Youtube-Stars im WDR-Archiv, und als "verbindende Klammer" tritt Anke Engelke als Programmansagerin alten Stils in Erscheinung. Gekostet hat das Ganze bis zu fünf Millionen Euro. Unternehmensangaben.
Harmony.FM. Der hessische Privatsender aus der FFH-Familie tönt neu: "Good times. Good music." heißt der neue Claim. Hitparaden-Hits aus den 80er- und auch 70er-Jahren und Künstler wie Phil Collins, Michael Jackson, Depeche Mode, Abba, Simply Red, Pet Shop Boys stehen für das etwas verjüngte Musikprogramm der Welle, die nur in Teilen Hessens über UKW zu hören ist. Neu sind auch Station-Voice Maja Maneiro (Berlin) und das Sounddesign: Die Jingles wurden in Kooperation mit "ReelWorld" in London produziert. Und: Marko Eichmann, Programmchef der FFH-Jugendwelle Planet Radio, führt nun zusätzlich das Team von Harmony.FM. Vorgänger Volker Willner wechselt zurück ins Team der Mutter Hit Radio FFH. Unternehmensangaben.
"Welt Kompakt". Axel Springer stellt laut "Kress" die Lokalteile der Zeitung in Düsseldorf, Köln, Berlin und München zum 1. September ein. Nur in Hamburg werde es weiterhin einen eigenen Lokalteil der "Welt Kompakt" geben, heißt es. "Für die Regionalteile in der gedruckten Kompaktzeitung sehen wir keine wirtschaftliche Perspektive", bestätigt Springer die Info und betont gegenüber "Kress": Die junge Zielgruppe der "Welt Kompakt" informiere sich zunehmend digital über Nachrichten aus der Region.
Falkemedia. Das Kieler Medienhaus erwirbt die rund 12.000 Abonnenten des unlängst eingestellten Titels "Macwelt" und integriert diese in den Titel "Mac Life". "Damit wächst Mac Life zur größten monatlichen Printmarke rund um das Thema Apple", teilen die Norddeutschen mit. Zugleich investiere Falkemedia weiter in die Steigerung von Qualität und Marktpräsenz von "Mac Life", dem im September 2000 gegründeten Titel, der künftig 25 bis 30 Prozent mehr redaktionellen Heftumfang bieten soll. "Wir glauben weiterhin an Print, wenn das Produkt leidenschaftlich gut gemacht ist. Unzählige Medienhäuser haben zuletzt darauf abgezielt, Renditen zu sichern, indem sie Kosten senkten und zeigten sich verwundert, dass sich die Leser von Print abwenden ", so Kassian Alexander Goukassian, Gründungschefredakteur von Mac Life und Verleger.
Sat.1. Zur Erinnerung: Am heutigen Freitag beginnt um 20.15 Uhr die neue Staffel der Fernsehshow "Promi Big Brother". Zwölf mehr oder weniger bekannte Kandidaten - unter ihnen Schlagerstar Nino de Angelo, Ex-Fußball-Nationalspieler David Odonkor und Sänger Menowin Fröhlich - ziehen für zwei Wochen zusammen. Sie lassen sich rund um die Uhr von Kameras überwachen. Im vergangenen Jahr hatte die Sendung Sat.1 gute Quoten gebracht. Unternehmensangaben.
"Bild". Die Springer-Medienmarke gönnt sich eine neue B2B-Werbekampagne. Motto: "Wer die Menschen in Deutschland mit seiner Werbung erreichen möchte, kommt an Bild nicht vorbei." Im Mittelpunkt der Reklamewelle steht die Zahl der "Bild"-Markenreichweite von 37,4 Millionen auf farbigem Grund. Die Zahl "37,4" setzt sich optisch aus unterschiedlichen Artikeln und Produkten zusammen, die man aus dem Alltag kennt und die über die Springer-Marke beworben werden können – in Print, werktags wie am Wochenende, Online oder auch mobil. Die "37,4" setzt Vermarkter Media Impact nun mit einer B2B-Werbekampagne in Szene, die ab Montag, 17. August, startet. Sie ist in Print, Online, Mobile und Social Media zu sehen und wurde von der Agentur Dieckertschmidt entwickelt. Unternehmensangaben.