Online-Videothek:
Wie Wuaki Netflix und Co. angreifen will
Der japanisch-spanischen Anbieter Wuaki.tv will mit seiner Online-Videothek Sky, Maxdome und Netflix Konkurrenz machen. Anders als die Konkurrenz setzt er nicht auf ein Abo-Modell.
Die Online-Videothek Wuaki.tv hat ihr deutschsprachiges Angebot gestartet. Das Unternehmen aus Barcelona stellte am 25. November in München erstmals Einzelheiten vor. Zum Start bietet der Streaming-Dienst rund 10.000 Filme und Serien an. Anders als Konkurrenten wie Sky, Netflix oder Maxdome können Kunden bei Wuaki aber kein monatliches Abo für eine Filmflatrate abschließen. Ähnlich wie bei Apples iTunes werden Titel einzeln abgerufen. Ein Film in Standard-Qualtiät (SD) kostet 3,99 Euro. Für High-Definition-Auflösung (HD) bezahlt man 4,99 Euro.
Beim Programm will sich Wuaki vor allem "auf aktuelle Filme kurz nach dem Kinostart" konzentrieren, erklärte Firmengründer und CEO Jacinto Roca. Dafür habe das Unternehmen Verträge mit den Hollywood-Studios Sony, Universal, 20th Century Fox, Disney, Paramount, Warner sowie dem Pay-TV-Konzern HBO abgeschlossen. Hinzu kommen Abkommen mit europäischen und deutschen Produktionsfirmen, darunter das ZDF, Constantin Film, Universum Film, Telepool, Senator, Prokino sowie Studiocanal und BBC. "Mit diesem Angebot unterscheiden wir uns deutlich von unseren Wettbewerbern", sagt Roca.
Zum Titelangebot zählen unter anderem das Drama "Boyhood" (Universal), "Maleficent" mit Angelina Jolie (Disney), "The Amazing Spiderman" (Sony) und "Fuck ju Göhte" (Constantin). Auch die Erfolgsserien "House of Cards" und "Breaking Bad" stehen auf dem Programm. Möglich wird dies, weil Wuaki mit dem Einzelabruf (TVOD) ein anderes Auswertungsrecht als etwa Netflix und Sky nutzt. Exklusive Inhalte kann Wuaki allerdings nur innerhalb dieses Auswertungsfensters und für bestimmte Zeiträume anbieten.
Wuaki gehört zum japanischen E-Commerce-Konzern Rakuten. Das Unternehmen bietet eine breite Palette online-basierter Dienstleistungen von E-Commerce über Finanzdienstleistungen, Banking, E-Books bis zu Reiseportalen an. Wuaki startete 2010 in Spanien. Dort schauen nach Angaben des Unternehmens bislang über eine Millionen registrierte User Filme mit dem Dienst. In Großbritannien, wo Wuaki vor einem Jahr startete, seien es rund 300.000 Nutzer. Bis Ende 2015 soll der Streaming-Dienst in insgesamt 15 europäischen Ländern starten.
Wuaki setzt auf eine enge Kooperation mit Geräte-Herstellern. So gibt es zum Start eine Kooperation mit dem koreanischen Unternehmen LG. Eine Einführungskampagne ist vorerst nicht geplant.