Die leicht negative Gesamtbilanz des Werbejahrs 2013 hängt laut ZAW mit der Entwicklung der Netto-Umsätze der Medien zusammen, die knapp zwei Drittel der gesamten Investitionen in Werbung ausmachen. Der ZAW rechnet für die 13 von ihm erfassten Werbeträger mit einem Rückgang der Netto-Werbeumsätze um 1,4 Prozent oder 0,26 Milliarden Euro auf 18,16 Milliarden Euro.

Der ZAW hofft, dass der Schwung der letzten Wochen des laufenden Jahres der Branche einen guten Start ins Jahr 2014 verschaffen - wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in und außerhalb Europas nicht verschlechtern. Der Verband sieht da die Politik in der Pflicht: "Die neue Regierungskoalition in Deutschland darf den zarten Werbefrühling nicht durch weitere Beschränkungen der kommerziellen Kommunikation ausbremsen", warnt Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW. Unter den Mitgliedern des Dachverbands der Werbewirtschaft befürchten 85 Prozent in den nächsten vier Jahren weitere Einschnitte durch staatliche Regulierungen aus Berlin und Brüssel.

Die positive Prognose für das Jahr 2014 stützt sich auf die Herbstumfrage des ZAW bei seinen Mitgliedsverbänden. Fast ein Drittel der Befragten (32 Prozent) geht von steigenden oder leicht steigenden Werbeumsätzen aus. Das ist eine Verbesserung um zwei Prozentpunkte gegenüber der Frühjahrsbefragung im April 2013. 47 Prozent rechnen mit stabilen, 15 Prozent mit leicht sinkenden und nur 3 Prozent mit sinkenden Werbeumsätzen.

Bei den konjunkturellen Erwartungen ist der Optimismus unter den ZAW-Mitgliedern noch größer. 38 Prozent der Befragten rechnen in ihren jeweiligen Branchen mit einer Verbesserung; das sind 19 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Frühjahrsbefragung des ZAW. Fast die Hälfte der Mitgliedsverbände (47 Prozent) sieht keine wesentlichen konjunkturellen Veränderungen – gegenüber 74 Prozent im April 2013. Mit einer leichten Eintrübung rechnen nur 15 Prozent.


Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.