Social-Media-Strategie:
ZDFinfo will mehr zwitschern
ZDFinfo fühlt sich jung - dank vieler Zuschauer aus der Zielgruppe. Nun wollen sich die Mainzer noch mehr via Social Web mit den Fans austauschen.
ZDFinfo schließt 2014 mit einem Zuschauerrekord ab und ist besonders erfolgreich beim jüngeren Publikum. Diese Bilanz zieht das ZDF für den informativen Kanal aus der Digitalsenderflotte, der vor drei Jahren relauncht wurde. Bei den Zuschauern gesamt und bei den 14- bis 49-Jährigen hat ZDFinfo demnach im vergangenen Jahr den Marktanteil auf 0,9 Prozent gesteigert. Bezogen auf die Haushalte mit digitaler Fernsehnutzung erreichte der Sender laut ZDF 2014 einen Marktanteil von 1,2 Prozent bei allen Zuschauern und auch bei den 14- bis 49-Jährigen. "Täglich schalteten 2,69 Millionen Zuschauer das Programm mit Fokus auf Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service ein", heißt es. Und: "Im Digitalmarkt ist ZDFinfo bei den jüngeren Zuschauern der erfolgreichste öffentlich-rechtliche Digitalkanal."
ZDF-Intendant Thomas Bellut zeigt sich besonders erfreut über die Performance bei den Jüngeren. Nun schwebt den Mainzern noch mehr Zuspruch in der webaffinen jungen Zielgruppe vor: "Künftig will ZDFinfo parallel zu seinen Sendungen verstärkt auf die Social-Media-Kommunikation setzen", heißt es weiter. Die Zuschauer sollen sich vor, während oder im Anschluss an Fernsehprogramme des Digitalkanals "in sozialen Netzwerken oder entsprechenden Plattformen über die Programminhalte informieren und austauschen können". Ähnlich wie der Hauptkanal ZDF dürfte das Senderteam dann noch mehr via Twitter oder Facebook zwitschern und posten.
Programmlich will sich ZDFinfo 2015 besonders dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren und der deutschen Wiedervereinigung vor 25 Jahren widmen.