Nachvollziehbar, dass die Social-Media-Experten von Faktenkontor prophezeien, das sei erst der Anfang. "Der Einfluss von Youtubern und Bloggern auf Kaufentscheidungen wird in Zukunft noch stark anwachsen", sagt Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter. Der Erfolg der Influencer sei bei den jungen, besonders internetaffinen Zielgruppen am stärksten ausgeprägt.

Je gebildeter, desto "influenced"

Besonders gut erreichen Influencer dem aktuellen Social-Media-Atlas 2016/2017 zufolge gebildete Zielgruppen: 24 Prozent der Onliner mit Abitur als höchstem Schulabschluss und 19 Prozent unter Hochschulabsolventen sind innerhalb eines Jahres mindestens einer ihrer Kaufempfehlungen gefolgt.

Glaubwürdige Testimonials: Influencer verkaufen Produkte. (Grafik: Faktenkontor)

Glaubwürdige Testimonials: Influencer verkaufen Produkte. (Grafik: Faktenkontor)

Blogger und Vlogger gelten als starke Meinungsbildner. Ihre Leser und Zuschauer halten große Stücke auf ihr Urteil, was ihnen einen großen Einfluss gewährt. Und dazu führt, dass immer mehr Marketingentscheider aufmerksam werden auf junge Leute, die einen erfolgreichen Blog oder Video-Blog (Vlog) zu einem passenden Thema betreiben. Dann hagelt es Produkte zum Test, Event-Einladungen, Unterstützung und auch Geld. (Was nicht immer unumstritten ist in der Fangemeinde der Youtuber, Imstagrammer und Blogger.) Mit Erfolg, wie es aussieht.

Zur Studie: Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland. Er wird von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben. Die komplette Studie bietet Faktenkontor seinen Kunden hier kostenpflichtig an.


Susanne Herrmann
Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.