Wie ist es Ihnen gelungen, den passenden Zielgruppenfit herzustellen?

Dafür braucht es zum einen eine konkrete Botschaft – in unserem Fall, dass wir Aufmerksamkeit für das Problem der trockenen Augen erzielen möchten. Das ist heute mehr oder weniger eine Volkskrankheit wie Rückenschmerzen oder Bluthochdruck – allerdings wissen die Wenigsten davon. Da hilft natürlich die aufmerksamkeitsstarke Partnerschaft mit dem FC Bayern München. Insbesondere bei der jüngeren Zielgruppe, die sich noch keine Gedanken über ihre Augengesundheit macht. Zum anderen hängt es ab von der Wahl der passenden, insbesondere digitalen Kanäle – vor allem, wenn man ins Relevant Set einer junge Zielgruppe kommen möchte. Deswegen gehen wir auch direkt dorthin, wo sich unsere potenziellen Verwender aufhalten, beispielsweise in Form von In-Game-Advertising.

Inwiefern ist der FC Bayern für Ursapharm geeignet - welche Werte werden dabei in den Fokus gerückt?

Beim Markenfit kommt es nicht so sehr auf die Größe des Unternehmens an – vielmehr geht es darum, ob die Partner zusammenpassen. Der FC Bayern München ist ein solide geführtes erfolgreiches Unternehmen, mit dem uns viele Werte verbinden. Wir sind beide sehr traditionell, gleichzeitig stehen aber auch Innovation und soziale Verantwortung ganz oben auf der Agenda. Entscheidend war für uns aber vor allem auch der Aspekt der Internationalität. Ursapharm ist in 80 Ländern der Welt aktiv. Die Bayern haben weltweit Fans und Unterstützer. Insofern passt das sehr gut zusammen.

Geht die Strategie auf - wie lässt sich das messen?

Die Strategie, Sportmarketing zu betreiben, geht auf jeden Fall auf. Dabei wurden unsere Erwartungen übertroffen. Insbesondere bei der Marktanteilsentwicklung in der Kategorie Trockenes Auge. Vor der Kampagne hatten wir einen Marktanteil auf Umsatzebene von 36 Prozent und jetzt liegen wir bei etwa 42 Prozent. Das heißt, wir haben innerhalb kurzer Zeit etwa sechs Prozentpunkte hinzugewinnen können. 

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Irmela Schwab
Autor: Irmela Schwab

ist Autorin bei W&V. Die studierte Germanistin interessiert sich besonders dafür, wie digitale Technologien Marketing und Medien verändern. Dazu reist sie regelmäßig in die USA und ist auf Events wie South by Southwest oder der CES anzutreffen. Zur Entspannung macht sie Yoga und geht an der Isar und in den Bergen spazieren.