Kreation des Tages :
Alibaba feiert die Größe der Kleinen im Olympia-Jahr

Olympia-Sponsor Alibaba setzt in seiner ersten großen Markenkampagne auf große Emotionen. Und widmet sich dem Besonderen im Kleinen. 

Text: Frauke Schobelt

Alibaba erzählt auch die Geschichte des australischen Ruderers Henry "Bobby" Pearce, der während der Olympischen Spiele in Amsterdam 1928 für eine Entenfamilie bremste - und später trotzdem Gold gewann.
Alibaba erzählt auch die Geschichte des australischen Ruderers Henry "Bobby" Pearce, der während der Olympischen Spiele in Amsterdam 1928 für eine Entenfamilie bremste - und später trotzdem Gold gewann.

Die Größe der Kleinen würdigt die Alibaba Group in ihrer großen Olympia-Kampagne, die am 1. Februar im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea startet. In "To the Greatness of Small" - der ersten großen Markenkampagne des Konzerns  - geht es nicht nur um den unbekannten Athleten, der tapfer immer weiter kämpft, sondern auch um kleine Unternehmen, die der Internet-Riese mit seiner Technologie unterstützen will. 

In drei Werbefilmen (Agentur: BBDO China) setzt Alibaba auf emotionales Storytelling. Ein Spot rückt die Stärke der "Kleinen" sowie ihre Möglichkeiten etwas zu bewegen, in den Fokus.

Ein weiterer erzählt die Geschichte eines Eishockey-Teams aus Kenia, das den Traum verfolgt bei den Olympischen Spielen Hockey zu spielen - obwohl keines der Mitglieder jemals Eis gesehen hat.

Der dritte Film erzählt die Story des australischen Ruderers Henry "Bobby" Pearce. Während der Olympischen Spiele in Amsterdam 1928, ließ er einen Kilometer vor der Ziellinie eine Entenfamilie sicher an seinem Ruderboot vorbeischwimmen und konnte sich trotzdem qualifizieren. Später gewann er Gold.

Alibaba ist offizieller Sponsor und strategischer Partner des International Olympic Committee (IOC) für "Cloud Services" und "E-Commerce Platform Services". Der Vertrag wurde laut "Forbes" für 12 Jahre abgeschlossen. Zusammen mit dem IOC werde Alibaba die digitale Transformation der Olympischen Spiele vorantreiben, so der Konzern. So wäre etwa ein Onlinesport-Zentrum denkbar, das Onlineshopping mit Inhalten, News zu den Spielen und Informationen zu den Sportarten und Athleten verknüpft. Ein Ziel sei es, Olympia durch die Digitalisierung kostengünstiger, effektiver und für das Publikum noch interessanter zu gestalten.

Mit der emotionalen Olympia-Kampagne will der Konzern seine technischen Dienstleistungen ins Rampenlicht rücken. Die können Olympia-Besucher auch in einem interaktiven Zentrum im Gangeung Olympic Park erleben, wo Alibaba die Zukunft des Online-Shoppings vorführen will, beim Verkauf der offiziellen Merchandise-Produkte. Laut Chris Tung, Chief Marketing Officer von Alibaba, arbeite der Konzern außerdem mit weiteren Olympia-Sponsoren wie P&G, Coca-Cola, Samsung und Intel zusammen und promote deren Olympia-Produkte auf einer globalen E-Commerce-Plattform.  

Strategisch wichtig ist Alibaba für das IOC auch, um die jüngere Generation in China anzusprechen. So liefert Alibaba Inhalte für den Olympic Channel und nutzt seine Medien, wie die Videoplattform Youku. Die Kampagne läuft breit in China und Korea, außerdem in Großbritannien, USA und Japan.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.