Angehörige von 9/11-Opfern fühlen sich durch Mad-Men-Kampagne verletzt

Derzeit läuft in den USA die Promotionkampagne für die fünfte Mad-Men-Staffel - unter anderem als Outdoor-Kampagne mit dem Key-Visual des in die Tiefe stürzenden Don Draper an New Yorker Gebäudefassaden. Einige Angehörige von 9/11-Opfern fühlen sich durch die Motive verletzt.

Text: Markus Weber

05. Mar. 2012

Derzeit läuft in den USA die Promotionkampagne für die fünfte Mad-Men-Staffel - unter anderem als Outdoor-Kampagne mit dem Key-Visual des in die Tiefe stürzenden Don Draper an New Yorker Gebäudefassaden. Doch einige Angehörige von Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 fühlen sich durch die Werbemotive offenbar verletzt.

Die New York Times zitiert unter anderem die Schwester einer Frau, die am 11.9.2001 im 94. Stock des Nordturms gearbeitet hat. Auch Passanten, welche damals die aus Verzweiflung aus den Fenstern springenden Menschen mit eigenen Augen gesehen hätten, würden leiden, wenn sie heute diese Werbemotive sehen, sagt der Vater eines Feuerwehrmannes, der an dem Tag im Einsatz war.

Kritik musste die Zeitung allerdings einstecken für die Art, wie sie an die Zitate der Angehörigen gekommen war. Die Anfrage war per Mail an einen bestehenden Stamm von E-Mail-Adressen der 9/11-Opferangehörigen rausgegangen. Manche Angehörige fühlten sich durch diese Art der Befragung für die Berichterstattung benutzt.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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