Die beste Produktionsfirma der vergangenen 50 Jahre ist Gorgeous Enterprises, gegründet von Chris Palmer 1996, ein Jahr später stießen Frank Budgen und Paul Rothwell dazu. Die Produktion sammelte in diesen 16 Jahren 15 "Produktion des Jahres"-Titel beim D&AD und stand im Gunn Report von 1999 bis 2009 auf Platz eins der meist dekorierten Produktionsfirmen.

Bester AD aus 50 Jahren ist Neil Godfrey, der unter anderem bei ab 1967 bei DDB und später bei CDP gearbeitet hat, als besten Designer ehrt der D&AD David Hillman, der in den Sechzigern AD des Magazins "Nova" war und und 2006 David's Studio aufbaute.Bester Texter aller Zeiten ist Tony Brignull (CDP, JWT, DDB), kreativer Doppelpartner von Godfrey.

Den ersten Platz als bester Regisseur teilen sich zwei Regiekünstler: Frank Bugden und Tony Kaye, die vor allem in der goldenen Ära des Werbefilms, in den Neunzigern, ihre Lorbeeren einheimsten. Dem Briten Bugden verdankt die Werbung Filme für Holsten, Nike, Guinness, Orange und Sony. Sein Landsmann Tony Kaye gewann zahlreiche Preise mit Arbeiten für Dunlop, Volvo und Olympus.

Zusätzlich zu den Lebenswerken vergibt der D&AD President's Awards. Den 2012er Preis bekommt Dan Wieden (Wieden + Kennedy), den Jubiläums-Ehrenpreis der Designer Derek Birdsall.

Der Black Pencil, der einzige in diesem Jahr, geht an die herausragende kolumbianische Kampagne gegen die Guerillas dort. Die Aktion "Flüsse des Lichts" dienten der Demobilisierung, denn die Truppen in Kolumbien nutzen keine traditionellen Medien - alle ihre Camps aber sind an Flüssen errichtet. Die Agentur Lowe-SSP3 schickte im Auftrag des kolumbianischen Verteidigungsministeriums auf den Flüssen Botschaften, Briefe, Weihnachtsgeschenke ihrer Familien an die Guerrilleros - in wasserdichten Kapseln, die nachts beleuchtet waren.



Susanne Herrmann
Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.