Mediacom :
Etatwechsel bei Nestlé, Mars und Ikea

Überraschende Jahresendrallye nach einem harten Jahr bei Mediacom: Nach dem Verlust des gigantischen VW-Etats in Höhe von geschätzten 400 Millionen Euro kann die Agentur einige lukrative Etatgewinne vermelden.

Text: Jochen Kalka

- 4 Kommentare

Mediacom konnte den Etat von Ikea verteidigen.
Mediacom konnte den Etat von Ikea verteidigen.

Überraschende Jahresendrallye nach einem harten Jahr bei Mediacom: Nach dem Verlust des gigantischen VW-Etats in Höhe von geschätzten 400 Millionen Euro kann die Agentur wieder lukrative Etatgewinne vermelden:

Wie ein Nestlé-Sprecher gegenüber W&V bestätigt, hat die Düsseldorfer Agentur den deutschen Media-Etat des Lebensmittel-Konzerns in einem Pitch vom bisherigen Etathalter Zenith Optimedia gewonnen. Damit wäre schon mal ein Gewicht von mehr als 110 Millionen Euro Etathöhe zu verbuchen. Allerdings wird das Nestlé-Geld nicht direkt von Mediacom verplant, sondern von einer neuen Agenturtochter, die eigens dafür gegründet werden soll. Der freundlich klingende Name: People at Heart (Path).

Einen weiteren großen Etat konnte Mediacom offenbar verteidigen: Ikea. Die 62 Millionen werden sogar noch mehr, denn der Digitaletat, immerhin rund drei Millionen Euro, wird zukünftig auch von Mediacom betreut.

Beim Mars-Pitch schaut es nicht ganz so optimal für Mediacom aus. Hier geht es insgesamt um rund 105 Millionen Euro. Den Einkaufs-Etat verliert die Agentur, die Planung bleibt aber bei Mediacom. Unbestätigt ist, dass der Einkauf an Starcom geht.


Autor:

Jochen Kalka, Chefredakteur
Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. So drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.



4 Kommentare

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Anonymous User 22. Dezember 2016

@ Herr Krumbiegel
Woher wissen sie das eigentlich, haben sie jemals hierzu etwas gesehen?
Gehen sie auch in den Supermarkt und kaufen alles was man ihnen anbietet? Diese Rumgejammer ist einfach lächerlich. Entweder man nimmt eine Dienstleistung in Anspruch oder man läßt es, weil man nicht überzeugt ist. Gezwungen wird niemand. Und übrigens habe ich noch Weglagerer gesehen, die so schlecht von ihren "Opfern" behandelt werden.

Anonymous User 21. Dezember 2016

Dass GroupM in erster Linie versucht eigene Produkte zu verkaufen ist sicherlich richtig. Daran sind die Kunden mit ihrer Preispolitik aber nicht ganz unschuldig. Zeit für faire, transparente Modelle.

Anonymous User 21. Dezember 2016

Mediaagenturen sind die Wegelagerer des 21. Jahrhunderts. Schaffen keinen Mehrwert, verhindern das Business nur und gerade GroupM: Wollen dem Kunden nur ihre eigenen Produkte verkaufen, mit denen sie Margen machen. Objektive Beratung: Größter Witz in der Branche ho ho ho.

Anonymous User 21. Dezember 2016

Der eine kommt, der andere geht - toll dieses Pitch-Karussell! Und noch besser: Boutique-Agenturen.

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