"Berührende Meisterwerke" :
Geometry Prag entwickelt Virtual-Reality-Kunst für Blinde

Die Ausstellung "Touching Masterpieces" ermöglicht Sehbehinderten drei weltberühmte Kunstwerke mit den Händen zu erleben. Dank Virtual Reality und sehr speziellen Handschuhen.  

Text: Frauke Schobelt

Die Virtual-Reality-Installation funktioniert nicht über ein Headset, sondern über Handschuhe.
Die Virtual-Reality-Installation funktioniert nicht über ein Headset, sondern über Handschuhe.

36 Millionen Menschen weltweit sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) blind, weitere 217 Millionen Menschen gelten als sehbehindert. Sie müssen mit vielen Einschränkungen im Alltag leben. Vieles bleibt ihnen verwehrt - auch der Zugang zu visueller Kunst und Kultur. Da Blinde mit den Händen sehen, entgehen ihnen die größten Meisterwerke der Geschichte. 

Speziell für Blinde und Sehbehinderte hat die Agentur Geometry Prag deshalb die Ausstellung "Touching Masterpieces" in der Nationalgalerie in Prag entwickelt. Die Büste der Nofretete, die Venus von Milo und Michelangelos David: Drei der weltweit bekanntesten Kunstgegenstände verwandelte die Agentur in virtuelle Objekte und "berührende Meisterwerke". 

Geometry Prag nutzt dafür eine Trend-Technologie und denkt sie neu: Virtual Reality, die nicht über ein Headset funktioniert, sondern über Handschuhe. Zum Einsatz kommt der "Avatar VR Handschuh" des Unternehmens NeuroDigital, der für die Ausstellung angepasst und mit einer speziellen Multi-Frequenz-Technologie ausgestattet wurde. Diese gibt die Form der Kunstwerke durch Vibrationen angepasst auf verschiedene Hautzellen wider. So haben Blinde die Möglichkeit, die Kunstwerke so zu erleben, als wären sie anfassbar. 

Offenbar ein sehr überzeugendes Erlebnis, wie im Film zu sehen ist: