Wildtiere im Zirkus :
Grabarz & Partner lässt in Peta-Doku die Tiere sprechen

Die Agentur Grabarz & Partner hat für die Tierrechtsorganisation Peta einen zwölfminütigen Film im Stile einer Doku realisiert. Das Besondere dabei: In dem Film kommen im Zirkus gehaltene Wildtiere vermeintlich selber zu Wort. Prominente Peta-Unterstützer leihen ihnen ihre Stimmen.

Text: Markus Weber

- 7 Kommentare

Die Hamburger Agentur Grabarz & Partner hat für die Tierrechtsorganisation Peta einen aufwändigen, zwölfminütigen Film im Stile einer Doku realisiert. Das Besondere dabei: In dem Film kommen im Zirkus gehaltene Wildtiere vermeintlich selber zu Wort. Prominente Peta-Unterstützer wie Sky du Mont, Schorsch Kamerun und Irm Hermann leihen den Tieren jeweils ihre Stimme. Die fiktiven, 3-D-animierten Tiere sind erstaunlich realitätsgetreu echten Wildtieren nachempfunden.

Ein einminütiger Trailer wirbt ab sofort in allen deutschen Cinemaxx-Kinos für die Zirkus-Doku von Peta. In dem Film mit dem Titel "Der letzte Auftritt" geht es um die Elefantenkuh Tyke, die vor rund 20 Jahren nach einem Ausbruch aus dem Zirkus ihren Trainer tötete und dann erschossen wurde. Ziel der Peta-Kampagne ist es, bis 2014 ein Wildtierverbot in deutschen Zirkussen durchzusetzen. 500.000 unterzeichnete Online-Petitionen werden benötigt, um der Bundesregierung zu signalisieren, dass die Bevölkerung der Tierquälerei im Zirkus gerne ein Ende bereiten würde. Dies ist die entsprechende Kampagnenwebsite dazu: Tyke2014.de.

Die Animationen sind in den Studios von Dec3 entstanden. Vier Experten hätten in 16 Wochen mehr als 1.000 Stunden am Computer verbracht, um den Film zu realisieren, heißt es. "Das verwendete Footage ist überaus drastisch und zeigt die Realität hinter den Zirkuskulissen unverblümt und in aller Härte", sagt Andreas Brunsch, Head of Digital Creative bei Grabarz & Partner. Die Herausforderung habe vor allem darin bestanden, "die Mimik des Schauspiels bis ins Detail auf die Geometrie der Tiere zu übertragen und somit eine möglichst emotionale und realistische Ansprache zu schaffen."

An der Produktion waren darüber hinaus beteiligt: Slaughterhouse Visual Manufacturing, Supreme Music, Studio Funk, Greensky Films, Anke Wiesenthal (Schnitt Dokumentation) und Marcus Langer (Illustrationen).


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



7 Kommentare

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Anonymous User 21. August 2013

Der, was sein Menschenbild angeht, traditionell auffällige Auftraggeber PETA hätte von einer so reputierlichen Agentur wie Grabarz erstmals lernen können, wie man solchen kreativ ganz und gar verunsicherten, handwerklich stümperhaften, anschwellenden Betroffenheitsstadl vermeidet. Die Moral kommt trotzdem an: Bevor Kunststückchen, die ein Publikum überzeugen sollen, hartes, schmerzliches Training erfordern, dann lässt man sie besser gleich bleiben.

Anonymous User 21. August 2013

Gib Tieren DEINE STIMME auf www.tyke2014.de und Like us on https://www.facebook.com/tyke2014.de. DANKE!

Anonymous User 21. August 2013

Tierschutz hin oder her. Man kann davon ausgehen, daß der Film in Form einer Doku eine """"Goldidee"""" von G&P sein sollte. Dies ist mal wieder mit Hilfe von Leuten, die sich erhoffen, dauerhaft Jobs von denen zu bekommen, mehr oder weniger furchtbar umgesetzt worden! 16 Wochen für CG???? For what? Die Tiere die sprechen, sind die miesesten 3D Tiere die ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe.... Also meine Herren von der Goldidee Abteilung..."Craft" wird schonmal nichts. Sorry. Aber mal ganz davon abgesehen, finde ich es zu kotzen, das Die Agenturen ihre Sucht nach Ranking Punkten, mit der Ausbeutung solcher Themen befriedigen. Mit sozalem Arrangement hat das mal gar nichts zu tun....dann wenigstens gut machen, bitte, danke.

Anonymous User 21. August 2013

Hallo W&V, nehmt euch doch bitte mal ein Beispiel an den Kollegen vom Horizont und lasst keine anonymen Kommentare mehr zu. Besten Dank!

Anonymous User 20. August 2013

Grabarz & Partner und beteiligten Agenturen haben die Kampagne pro-bono umgesetzt. Kosten sind lediglich für unvermeidliche Kosten von Drittanbietern (Lizensgebühren etc.) entstanden.

Anonymous User 20. August 2013

Das war bestimmt nicht billig. Jetzt wissen wir wofür PETA seine Spenden verschleudert. Das Geld wäre im direkten Tierschutz besser angelegt. Spender sollten sich an das örtliche Tierheim wenden. Die brauchen das Geld, aber solche Filme nicht.

Anonymous User 20. August 2013

Ein Musterbeispiel für einen Film, der keinen kreativen Fallstrick auslässt. Und wie er nur aus Deutschland kommen kann.

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