Heilmann und Turner stoßen Aperto-Beteiligung ab

Die beiden Ex-Scholz & Friends-Chefs und heutigen Politiker Thomas Heilmann und Sebastian Turner haben ihre über die Millennium Venture Capital AG gehaltene Aktienmehrheit an der Berliner Internetagentur Aperto abgestoßen.

Text: Markus Weber

12. Jul. 2012

Die beiden Ex-Scholz & Friends-Chefs und heutigen Politiker Thomas Heilmann und Sebastian Turner haben ihre über die Millennium Venture Capital AG (MVC) gehaltene Aktienmehrheit an der Berliner Internetagentur Aperto abgestoßen. Wie der MVC-Alleinvorstand Jochen Becker jetzt gegenüber W&V Online bestätigte, sei es ihm gelungen, "den seit September 2011 angestrebten Verkauf der MVC-Anteile an der Aperto AG im Rahmen eines Management-Buyouts zu vollziehen." Damit ist weder die MVC - noch Heilmann oder Turner - jetzt noch in irgendeiner Form an der Aperto AG beteiligt.

Vor allem der Berliner CDU-Justizsenator Heilmann war zuletzt dafür kritisiert worden, dass er über seine Aperto-Beteiligung nach wie vor üppig an diversen Regierungsaufträgen verdiene (Stern.de-Artikel: "Merkel-Freund profitiert von Merkel-PR"). Aperto hält zusammen mit zwei weiteren Dienstleistern den millionenschweren Internetetat der Bundesregierung. Stern.de hatte ausgerechnet, dass Heilmann und Turner bei der Dividenden-Ausschüttung von Aperto in diesem Jahr jeweils auf eine Summe von 346.204 Euro kamen - mehr als das Jahresgehalt von Kanzlerin Merkel, wie das Newsportal süffisant anmerkte.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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