XXXXX :
Israelisches Restaurant Schmock provoziert mit IS-Plakat

Das israelisch-orientalische Restaurant Schmock ist nicht nur bekannt für seine exquisite Küche, sondern auch für seine provokanten Plakatmotive mit sehr speziellem jüdischen Humor. Mit seiner Agentur XXXXX ruft das Münchner Lokal nun die "IS-freien Wochen" aus.

Text: Frauke Schobelt

Das israelisch-orientalische Restaurant Schmock in München ist nicht nur bekannt für seine exquisite Küche, sondern auch für seine provokanten Plakatmotive mit sehr speziellem jüdischen Humor. Darauf ist etwa Charlie Chaplin als Hitler-Parodie zu sehen oder ein Rabbiner im Kampfjet. Oder in eindeutigen Lettern prangt die Headline: "Deutsche esst bei Juden".

Kreativ verantwortlich für diese Kampagne sind der Kreative Nils van Hoek sowie Restaurantbesitzer Florian Gleibs. Van Hoek, zuletzt Creative Director bei der ProSiebenSat.1 Media AG und zuvor für Heye & Partner, For Sale, Serviceplan und BBH tätig, hat im September 2014 die Agentur XXXXX gegründet, ein Zusammenschluss von 20 freien Top-Kreativen. Die "Agentur ohne Namen, ohne Philosophie und ohne Bullshit" - so die Selbstbeschreibung - präsentiert nun für das Schmock seine erste Arbeit.

Gemeinsam mit Gleibs haben die XXXXX-Kreativen neue Motive entwickelt, die sich einem sehr brisanten und nicht minder provokanten Thema widmen - der Terrormiliz IS. Das Restaurant mit israelisch-arabischer Küche startet nämlich die "IS-freien Wochen" - und streicht deshalb konsequent diese beiden Buchstaben aus allen Speisen und Getränken.

"Mit den IS-freien Wochen im Schmock kommt auf den Tisch, was keinem schmeckt!", erklärt Florian Gleibs. "Aus Tradition sprechen wir heikle Themen an und versuchen humorvoll zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen." Die Motive mit der bewussten Text-Lücke sind ab sofort im Schmock selbst, auf Plakaten, Anzeigen und Postkarten sowie im Internet zu sehen. Auf Facebook startet eine Aktion, die dazu aufruft, sein Umfeld ebenfalls "IS-frei" zu gestalten.

Die Motive der Kampagne "Deutsche esst bei Juden" sind mittlerweile im Jüdischen Museum in München zu sehen.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.