Snapchat ist für Influencer eher unwichtig

Die wichtigsten Plattformen der Influencer sind Instagram (76 Prozent), gefolgt vom eigenen Blog, Facebook und TwitterSnapchat rangiert bei den Influencern noch hinter YouTube.

42 Prozent der Befragten geben an, bereits über Plattformen mit Brands zusammenzuarbeiten. Bei 68 Prozent führte der Weg dabei über Agenturen, 84 Prozent gingen direkt über die Marke. Als ausschlaggebendes Kriterium für die Zusammenarbeit nennen 40 Prozent die Marke an sich, gefolgt von deren Relevanz für die Follower und - erst an dritter Stelle - dem Geld.

Auf die Frage, welche Faktoren für sie maßgeblich den Erfolg einer Zusammenarbeit bestimmen, werden auf den ersten drei Plätzen Impressions, Traffic und Likes genannt. Kriterien wie Verkaufszahlen und Markennennungen kommen für die Influencer dagegen an vorletzter beziehungsweise letzter Stelle.

Influencer klagen über zu geringe Entlohnung

Als größten Fehler, den die Marken machen, nennen 72 Prozent der Influencer die "nicht angemessene Entlohnung". Außerdem nerven die Befragten zu strikte Content-Guidelines sowie zu hohe Erwartungen.

Apropos Entlohnung. Knapp 20 Prozent geben an, statt Geld Geschenkartikel zu bekommen. 33 Prozent erhalten weniger als 500 US-Dollar pro Kampagne; 28 Prozent zwischen 500 und 1000 Dollar; 0,7 Prozent zwischen 10.000 und 25.000 Dollar und gerade mal 0,3 Prozent über 25.000 Dollar pro Kampagne.

Die meisten Influencer gibt es übrigens in Großbritannien, dicht gefolgt von Deutschland. Die USA rangieren auf dem dritten Platz. Mit großem Abstand folgt Frankreich an vierter Stelle. Im internationalen Vergleich kommen die meisten Top-Performer (nämlich 27) aus Deutschland, mit großem Abstand vor Großbritannien, USA, Italien und Russland.

Nur 24 Prozent der Influencer gaben an, dass Marken "immer ausdrücklich" verlangten, Sponsored Posts als Werbung zu kennzeichnen.

Für die Studie haben Jung von Matt/Sports, die Influencer-Marketing-Plattform Brandnew IO und der Social-Media-Software-Anbieter Facelift über 1200 Influencer auf der ganzen Welt befragt.

Die vollständigen Ergebnisse können hier heruntergeladen werden.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.