Super Bowl :
Kia will nur noch kurz die Welt retten

Dabei hilft, Widrigkeiten zum Trotz, Melissa McCarthy. Die Komikerin stürzt sich buchstäblich in die Aufgabe. Was das ernste Thema zu einem sehr unterhaltsamen macht.

Text: Susanne Herrmann

- 2 Kommentare

Melissa McCarthy stellt fest: Den Planeten zu schützen kann gefährlich sein. Kia setzt zum Super Bowl auf das Thema Umweltschutz.
Melissa McCarthy stellt fest: Den Planeten zu schützen kann gefährlich sein. Kia setzt zum Super Bowl auf das Thema Umweltschutz.

Werbung beim Super Bowl, das verspricht ganz oft: gute Unterhaltung. Manchmal ohne Bezug zum Produkt, manchmal maßlos überzogen, manchmal treffsicher.

Der Kia-Spot der Agentur David & Goliath ist ein Beispiel für die letzten beiden dieser drei Punkte und beweist, dass der erste gut vermeidbar ist. Die wunderbare Schauspielerin und Komikerin Melissa McCarthy, deutschen Zuschauern vor allem bekannt durch die Serie "Gilmore Girls" und die Kino-Neuauflage von "Ghostbusters", brilliert hier als Öko-Aktivistin, die sich buchstäblich auf die ihr gestellten Aufgaben stürzt. Die Teaser hatten schon angedeutet, dass McCarthy mit Problemen zu kämpfen haben wird.

Grandios inszeniert und hoffnungslos übertrieben im Slapstick-Modus erfahren wir mehr über ihre Missionen. Aber gerade weil das Thema Umweltschutz oft mit erhobenem Zeigefinger moralinsauer daherkommt - es geht ja schließlich um ein ernstes Anliegen - kann es nicht schaden, dass der Autobauer Kia es äußerst unterhaltsam präsentiert. Wer beim Autokauf ein bisschen was für sein grünes Gewissen tun will, möchte ja nicht unbedingt auf Spaß verzichten. Hardcore-Umweltschützer kaufen sich vermutlich ohnehin besser gar kein Auto. Auch nicht den Kia Niro, ein neues SUV-Modell mit Hybridantrieb und zahlreichen elektronischen Assistenzsystemen.

Für alle anderen sitzt der Werbespot. Und weckt sicher Sympathien für die Marke, die verspricht, dass an die Umwelt zu denken für Verbraucher nicht ganz so hart sein muss wie für Melissa McCarthy.

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Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



2 Kommentare

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Anonymous User 2. Februar 2017

Cool, endlich mal wieder ein wirklich witziger spot.

Anonymous User 2. Februar 2017

Endlich mal wieder Autowerbung mit Humor.

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