GroupM/Omnicom :
Mediacom verliert Volkswagen-Etat an PHD

Paukenschlag: Eine der längsten Agentur-Kunden-Beziehungen der Media-Branche geht zu Ende. Nach 18 Jahren muss Mediacom den weltweiten Volkswagen-Etat an PHD abgeben.

Text: Markus Weber

In Wolfsburg ist die Entscheidung über die Volkswagen-Media-Milliarden gefallen.
In Wolfsburg ist die Entscheidung über die Volkswagen-Media-Milliarden gefallen.

Eine der längsten Agentur-Kunden-Beziehungen der Media-Branche geht zu Ende. Nach 18 Jahren muss Mediacom seinen weltweiten Volkswagen-Mediaetat zum 1. Januar 2017 an das Konkurrenz-Network PHD abgeben. Mediacom ist eine GroupM-Agentur und gehört damit zur weltweit größten Agenturholding WPP. PHD dagegen ist Teil von Omnicom, der Nummer zwei unter den internationalen Werbeholdings.

In dem Mammut-Pitch ging es um alle acht Konzernmarken - unter anderem VW, Audi, Porsche, Seat, Skoda und um die Nutzfahrzeuge. Der zu vergebende Etat ist damit wohl über 2,5 Milliarden Euro schwer. Die Ausschreibung hatte sich über fast zwölf Monate hingezogen. Dem Vernehmen nach soll der Pitch auch konditionengetrieben gewesen sein. VW soll in Bezug auf Mediaschaltkosten sogar eine Art Real-Time-Bidding-Verfahren in Form einer E-Auktion angeregt haben. Diese Information ist jedoch unbestätigt.

Von Volkswagen-Seite heißt es zur Mediastrategie nach dem Agenturwechsel: "Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und der zielgruppen-spezifischen, direkten Kundenansprache werden noch stärker in der Mediaplanung genutzt."


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.