Pitch-Entscheidung :
Mediaetat von Ikea geht an Group M und Dentsu Aegis

Das 400-Millionen-Euro-Budget für weltweite Mediabuchungen halten künftig nur noch die beiden Agenturgruppen.

Text: Susanne Herrmann

Entspannt zurücklehnen wie im Werbespot: Den Ikea-Mediaagenturen ist das vielleicht in nächster Zeit nicht möglich.
Entspannt zurücklehnen wie im Werbespot: Den Ikea-Mediaagenturen ist das vielleicht in nächster Zeit nicht möglich.

Group M und Dentsu Aegis werden künftig den weltweiten Ikea-Mediaetat betreuen. Sie gewannen den Pitch um das 400-Mio.-Euro-Budget, berichtet die britische "Campaign". Bisher lag der Einkaufsetat schön verteilt bei allen fünf großen internationalen Agenturholdings. In Deutschland betreut bislang Mediacom (Group M) den Mediaeinkauf, in Großbritannien arbeitete das Möbelhaus mit Vizeum (Dentsu Aegis), in den USA mit MEC (Group M).

Ab jetzt werden sich die Niederlassungen in den 30 verschiedenen Märkten jeweils entweder für eine Group-M- oder eine Dentsu-Agentur entscheiden müssen. Pitchrunden könnte es dennoch geben, etwa zwischen den vier Group-M-Agenturen Maxus, MEC, Mediacom und Mindshare auf der einen und den Dentsu-Töchtern Carat und Vizeum auf der anderen Seite.

Ändern müsste sich also in Deutschland nichts. "Campaign" geht aber davon aus, dass die meisten Ikea-Stützpunkte in den nächsten Monaten den Mediaetat ausschreiben - unter anderem in den USA und Großbritannien, wo Töchter der nun festgelegten Agenturgruppen bereits für Ikea tätig sind.

Im Wettbewerb um den großen Mediabrocken waren laut "Campaign" auch Publicis Media und die Interpublic-Gruppe.

Den Kreativetat in Deutschland hält derzeit die Hamburger Werbeagentur Thjnk. International sind unter anderem Häuser wie Ogilvy & Mather, Mother London und die schwedische Agentur Forsman & Bodenfors für den Kunden tätig


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.