Werbemarkt-Analyse :
Mindshare rechnet mit Rückgang bei den Werbeausgaben

Ab dem dritten Quartal 2012 fiel der Werbemarkt ins Minus. Inflationsbereinigt droht für 2012 daher ein Rückgang. Dieser Trend scheint sich 2013 erst einmal fortzusetzen.

Text: Markus Weber

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Ab dem dritten Quartal 2012 ist der Werbemarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ins Minus gefallen. Die einzelnen Mediengattungen entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich (Netto-Prognose): Spitzenreiter war Online mit einem Plus von 12 bis 15 Prozent. TV und Funk konnten noch leicht zulegen – TV um rund 1,5 Prozent und Funk um geschätzt zwei Prozent. Out-of-Home Medien dagegen verloren nach den Zuwächsen der letzten Jahre um rund drei Prozent. Dramatische Einbrüche erlebte Print mit einem Minus zwischen 8 bis 12 Prozent. Das ergibt sich aus einer ersten Analyse durch das Mediaagentur-Network Mindshare.

Inflationsbereinigt dürfte die Bilanz für das abgelaufene Jahr daher negativ ausfallen. Und dieser Trend scheint sich auch 2013 erst einmal fortzusetzen. Der deutsche Werbemarkt stagniere aktuell, heißt es von Mindshare-Seite, und in Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen europäischen und globalen Entwicklung könne durchaus eine "Mini-Rezession" drohen.

Während der Einzelhandel seine Brutto-Werbeausgaben 2012 laut Nielsen um rund 13 Prozent reduzierte (Januar bis November), erhöhte die Automobilindustrie ihre Mediainvestments um rund 9 Prozent. Die Finanzindustrie gab 9 Prozent weniger für Werbung aus.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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