Scholz & Friends :
Opel-Vertrag mit S&F läuft aus - McKinsey hilft bei Agentursuche

Scholz & Friends droht Etatverlust: Opel-Marketingchefin Tina Müller hat die Unternehmensberatung McKinsey an Bord geholt, um ein speziell auf Opel zugeschnittenes Agenturmodell zu entwickeln.

Text: Markus Weber

- 18 Kommentare

Tina Müller will ein neues Agenturmodell für Opel
Tina Müller will ein neues Agenturmodell für Opel

Der Vertrag des Rüsselsheimer Autoherstellers Opel mit seiner Werbeagentur Scholz & Friends läuft in diesem Jahr aus. Marketingchefin Tina Müller will jetzt die Gelegenheit nutzen, um im Zuge dessen ein neues, speziell auf Opel zugeschnittenes Agenturmodell zu entwickeln. Das kündigte Müller in einem "Handelsblatt"-Interview an. Helfen soll dabei die Unternehmensberatung McKinsey.

"Durch die Komplexität braucht man immer mehr Spezialwissen und Spezialisten", sagt die Opel-Marketerin in der "Handelsblatt"-Ausgabe vom Montag (23.5.). "Um alles perfekt abzudecken, muss ich teilweise mit 20 verschiedenen Partnern und Dienstleistern arbeiten." Das neue Modell solle bis Ende Juni stehen, kündigt sie an: "Und erst dann schauen wir konkret, welche Partner am besten in dieses Modell passen und werden ganz gezielt auf Agenturen zugehen. Dabei orientieren wir uns an den Besten im Markt."

Einen klassischen Pitch werde es nicht geben. Der gesamte Prozess soll laut Tina Müller spätestens bis zum Jahresende abgeschlossen sein.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



18 Kommentare

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Anonymous User 24. Mai 2016

@von ArmeWerber
Naja so wie Du schreibst, weisst Du mehr als bisher in der Presse zu lesen ist. Das lässt vermuten, aber auch nur vermuten - egal.

Sicherlich hast Du Recht, wie das für einen Externen zu bewerten ist. Dennoch liegt hier in allen Kommentaren viel Wahrheit. Es geht aber auch um das Thema Wertschätzung und dann ist sicherlich der Kommentar "Mohr kann gehen" nicht ganz unzutreffend.
Woher willst Du wissen, dass hier alle nur die Agenturseite kennen? Auf Unternehmensseite sind sicherlich genauso viele Holzköpfe, wie auf Agenturseite. Agenturen sind allerdings Dienstleister und jederzeit "bemüht" (passt hier ganz gut), ein Optimum an Leistung zu liefern - schlechte Leute gehen. In Unternehmen wirst du die Low-Perfomer nicht so schnell los. Meist kommt halt am Ende dabei raus, was oben eingekippt wurde.
Wer die letzten zwei Jahre Opel und Tina Müller mitverfolgt hat, hat sicherlich viel Positives erlebt, gelesen und gesehen. Sicherlich mit viel Schweiss, Bult und Tränen. Aber am Ende zählt der Erfolg und der ist da und mit Zahlen belegt. Und jetzt kommen wir wieder zu "der Mohr kann gehen".
Hier ist nix "beschämend und oberflächlich", wer eine Meinung hat, soll und darf sie loswerden.
Ich wünsche auf jeden Fall allen Agenturen die massgeblich an den letzten beiden Jahren beteiligt waren alles Gute, ihr habt einen tollen Job gemacht! Das wird McKenzie sicherlich auch bestätigen, wenn sie das im auch nur im Ansatz können.
Von Klassik über digital und vor allem im Social Bereich, da kann der Wettbewerb einpacken. Das müssen andere erst einmal nachmachen.
Bin gespannt, wie es hier weitergeht.
Grüße
Der P

Anonymous User 24. Mai 2016

...die Kommentare sind - leider wie meistens - beschämend und oberflächlich.
1) Trennung S&F
...der Vertrag läuft aus. So ist das nun mal... Da sehe ich nichts Verwerfliches - da steht man in keiner Pflicht. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Opel hat seinen Teil des Vertrages eingehalten.
2) Frau Müller
Frau Müller ist Marketingchefin - die muss leiten/führen/organisieren. Wie da die einzelnen Prozesse aussehen, muss sie nicht wissen - dafür hat sie ihre Leute. Sie muss die Prozesse steuern - das macht sie.
3) McKinsey
...in der Tat erst einmal ungewöhlich - aber einen externen Berater zu nehmen ist auf jeden Fall interessant. Wen soll sie sonst fragen/beauftragen - eine Werbeagentur (das kann man sich auf jeden Fall sparen)?
4) Stil
Das werden die Beteiligten beurteilen müssen. Sich da aufgrund eines Artikels eine Meinung zu bilden ist dann doch etwas kurz gesprungen.

Zu guter Letzt: Wer "nur" auf Agenturseite gearbeitet hat und noch nicht auf Unternehmensseite, sollte sich ein wenig zurückhalten - da fehlt dann mitunter einfach das Wissen um Prozesse.
In Summe haben S&F und Frau Müller Opel ein gutes Stück nach vorne gebracht - das ist unstrittig und entsprechend anzuerkennen.

...lieber mal sich selbst beim Beurteilen hinterfragen, statt gleich oberflächlichen Senf dazuzugeben.

Anonymous User 23. Mai 2016

der mohr hat seine schuldigkeit getan, der mohr kann gehen. und undank ist der welten lohn.

Anonymous User 23. Mai 2016

Also das ist mal echt schlechter Stil: Erst sämtliche Preise des Planeten einsacken und dann die Agenturfrage stellen. Geht's noch? Wo sind bloß Anstand und Respekt geblieben...

Anonymous User 23. Mai 2016

Umdenken...

Anonymous User 23. Mai 2016

Hilft S&F dann in zukunft wenigstens noch bei der Suche nach einer unternehmensberatung? O_o

Anonymous User 23. Mai 2016

Tina, bleib wie du bist. Dann mag dich auch weiterhin niemand mehr.

Anonymous User 23. Mai 2016

Turnusmäßige Überprüfung. Oder: Wenn Du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.

Anonymous User 23. Mai 2016

Ich gratuliere zu dem Schritt. S&F darf sich doch nicht wundern. Nach der Aktion mit Antoni/Kemper hat sie immerhin den Ball bei S&F gelassen.
Der Ansatz mit McKinsey zeigt eine andere Herangehensweis, die ich persönlich (ja ich bin auch in einer Agentur) sehr nachvollziehbar finde.

Sich zuerst das Konstrukt zu überlegen, wie man selbst das Marketing steuert und daraufhin die Partner auszuwählen, sollte eigentlich die Regel sein. In diesem Prozess helfen Unternehmensberatungen oder Agenturen, die etwas von den Abläufen in Unternehmen verstehen.

McKinsey hilft NICHT bei der Suche nach Agenturen (read closely), sondern Opel sucht nach passenden Partnern für ihr Konstrukt.

Die unnötigen Pappenschlachten fallen weg. Auch gut.

Glückwunsch, Tina Müller!

Anonymous User 23. Mai 2016

Viel Glück nach München - hoffe das Opel-CRM wird dann auch mal mit einer neuen Agentur auf das 21 Jahrhundert getrimmt.

Anonymous User 23. Mai 2016

Viel Glück nach München - hoffe das Opel-CRM wird dann auch mal mit einer neuen Agentur auf das 21 Jahrhundert getrimmt.

Anonymous User 23. Mai 2016

Viel Glück nach München - hoffe das Opel-CRM wird dann auch mal mit einer neuen Agentur auf das 21 Jahrhundert getrimmt.

Anonymous User 23. Mai 2016

1. Das sollte Frau Müller selber könnnen-für das Wissen wird sie bezahlt.
2. Mc Kinsey und Co haben 0 Fachkenntnis. Aber wissen wie man viel Geld bekommt.
3. Ist es ein bereits entschiedenes Spiel? wie bei MB?

Anonymous User 23. Mai 2016

Mit McKinsey auf Agentursuche, "S&F bei Opel auf dem Prüfstand" titelt die Horizont. Just während Opel sein mühsam - zweifelsfrei auch mit und dank S&F - aufgebautes Image gerade genau dort (auf dem Prüfstand) droht wieder nachhaltig zu ramponieren wird erstmal die Agentur in Frage gestellt. No words. Arme Branche in der nichteinmal die größten Erfolgs-Stories etwas Wert zu sein scheinen.
Wenn das mal kein massiver PR-Gau für Frau Müller wird. Wie will sie denn Detroit diesen Schritt erklären, wenn es mal ausnahmsweise nicht weiter nach oben gehen sollte ? Mit McKinseys Fachkunde bei Agenturen?

Anonymous User 23. Mai 2016

...also ganz ehrlich, wer ganz aktuell auf einenTV-Spot wie beim Opel Mocca (Jürgen Klopp) zurück greifen muss, in dem das Handy noch nicht einmal per Freisprechanlage zugeschaltet wird, ist nicht mehr state of the art, geschweige denn strategisch auf dem Laufenden. PR-technisch und in der Selbstdarstellung ist die Marketingabteilung von Opel allerdings top. Wie heisst es so schön: Alles im Fenster und nichts im Laden!

Anonymous User 23. Mai 2016

Geil! Ein weiterer Fall von "Cover your ass".

Oder erklärt mir einer, warum vor nicht allzu langer Zeit erst schwülstig über die tolle "Umparken im Kopf" Kampagne berichtet und Agenturzusammenarbeit gefeiert wurde, dann jetzt das?

Immer diese leeren Worthülsen. Zeigt leider, wie nichtig diese PR-Erklärungen sind. Traurig. Und ihr wundert euch, warum immer weniger gute Menschen im Marketing, bzw. der Werbung arbeiten wollen?!

Anonymous User 23. Mai 2016

Eine Agentur in München freut sich und wird sich in Kürze bei Ihnen melden.

Anonymous User 23. Mai 2016

Wie wär's mit Antoni?

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