Neues Partnermodell :
Scholz & Friends kauft 25 Prozent der Anteile zurück

Die WPP-Tochter Scholz & Friends führt ein Beteiligungssystem für sein Top-Management ein. Die Führungskräfte übernehmen 25 Prozent der Anteile an allen Scholz & Friends-Gesellschaften in Deutschland und der Schweiz.

Text: Markus Weber

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Die WPP-Tochter Scholz & Friends führt ein Beteiligungssystem für sein Top-Management ein. Während die WPP-Holding ein Viertel der Agentur-Anteile abgibt, übernehmen die Führungskräfte ab sofort 25 Prozent der Anteile an sämtlichen Scholz & Friends-Gesellschaften in Deutschland und der Schweiz. An dem Modell beteiligt sind im Kern 14 Management-Partner. Hinzu kommt noch ein erweiterter Partnerkreis von zirka 20 Führungskräften der Agentur. Der bisherige Agentur-Vorstand wird im neuen Scholz & Friends-Partnerboard aufgehen.

"Mit diesem großen Schritt stärken wir die kreative, unabhängige und unternehmerische Identität von Scholz & Friends", sagt der langjährige Agenturchef Frank-Michael Schmidt. WPP-Chef Martin Sorrell tritt unterdessen dem Eindruck entgegen, er verliere allmählich das Interesse an der Agentur: "Deutschland ist der starke Mann Europas und als unser viertgrößter Markt von hoher Bedeutung. Seit Beginn unserer Beziehung zu Scholz & Friends haben wir die unabhängige Positionierung von Scholz & Friends verstanden und unterstützt. Wir sind überzeugt, dass die Partner-Struktur die Marke Scholz & Friends, das Management Commitment sowie den Nutzen für Kunden und Mitarbeiter stärken wird", so der mächtige Holding-Boss.

WPP hielt über die Zwischenholding Commarco bislang 100 Prozent an der Agentur.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



2 Kommentare

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Anonymous User 2. Oktober 2015

Liebe Konkurrenz, schnallt euch schon mal an: es geht bergauf!
In ein paar Jahren werden die Friends wieder ganz oben sein.

Anonymous User 1. Oktober 2015

Wer kennt es nicht? Die BLABLABLA-Kommentare der Networkbesitzer. Die Sorells dieser Welt. Fakt ist...der Pro Kopf Umsatz von Scholz ist zu gering. Gut ist: Jetzt einsteigen und kaufen.

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