#Helmethairstyle :
Scholz & Friends macht die Helmfrisur zum Fashion-Statement

Die ungewöhnliche Fotostrecke von Frauen, die selbstbewusst ihre vom Fahrradhelm plattgedrückten Haarprachten zeigen, hat eine wichtige Aussage: Wear it with Pride!

Text: Nadia Riaz

Beknackte Frisur? Egal, hauptsache sicher unterwegs sein.
Beknackte Frisur? Egal, hauptsache sicher unterwegs sein.

Topmodels mit beknackter Frisur? Genau das zeigt eine ungewöhnliche Fotostrecke in mehreren Fashion- und Lifestylemagazinen. Auf den Bildern präsentieren junge Frauen selbstbewusst ihre vom Fahrradhelm plattgedrückte Haarpracht. Die Situation auf der Straße: Laut Angaben des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) tragen nur sieben Prozent der 17- bis 30-Jährigen beim Fahrradfahren einen Helm. Die Sorge um die eigene Frisur sollte sie in Zukunft nicht mehr davon abhalten.

Scholz & Friends will im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" den #helmethairstyle zum Trend machen. Der Appell lautet: Wear it with Pride!

So kann das aussehen:

Helmethairstyle von S & F
Helmethairstyle von S & F
Helmethairstyle von S & F
Helmethairstyle von S & F
Helmethairstyle von S & F

"Helm aufsetzen und dadurch die Frisur zerstören? Auf keinen Fall!", denken viele Erwachsene – vor allem junge Frauen – und lassen den Fahrradhelm lieber zuhause, auch wenn er im Ernstfall Leben retten kann, sagt die Agentur. "Runter vom Gas" lässt dieses Vorurteil nicht mehr gelten und macht die Helmfrisur ab sofort zu einem Fashion-Statement.

Mit Unterstützung von den Modemagazinen Numéro Berlin und Indie wurde eine Fotostrecke entwickelt, bei der deutlich die Abdrücke des Fahrradhelms im Haar und an der Stirn der Models zu sehen sind. Die Helmfrisuren werden nicht versteckt, sondern stolz präsentiert – sie werden zum Fashion-Statement. Mit dieser ungewöhnlichen Auseinandersetzung mit der Helm-Thematik sollen vor allem junge, mode- und stylingbewusste Frauen angesprochen werden. Für den authentischen, modernen Fashion-Look wurden professionelle Models, Stylisten und eine Modefotografin engagiert.

"Die Kooperation mit führenden Modemagazinen macht die Botschaft "#helmethairstyle - Wear it with Pride!" besonders glaubhaft. Wenn eine Verkehrssicherheitskampagne mir das sagt, ist das eine Sache. Wenn die Kampagne das zusammen mit der absoluten Kompetenz in Sachen Fashion und Lifestyle sagt, bekommt die Botschaft noch mehr Relevanz. Zudem sprechen wir in diesen Magazinen gezielt eine der wichtigsten Zielgruppen an: junge, urbane Frauen, die das Fahrradhelm-Tragen verweigern, unter anderem aus Angst vor einer kaputten Frisur", sagt Michael Winterhagen, Executive Creative Director, Scholz & Friends Berlin.

Die Aktion erscheint im Oktober in der Numéro Berlin. Indie präsentiert den #helmethairstyle in seiner Dezemberausgabe. Clare Langhammer, Inhaberin von FakePR, verantwortet die Zusammenarbeit mit den Magazinen, die alle Motive kostenlos abdrucken.

Die verschiedenen Helmfrisuren werden zudem über die "Runter vom Gas"-Facebookseite und bei Instagram ausgespielt, damit sie auch dort von jungen Frauen mit Freundinnen geteilt, geliked und kommentiert werden können und so noch mehr modebewusste Radfahrerinnen erreichen und für das Tragen von Fahrradhelmen sensibilisieren werden sollen, so die Agentur.

Die Idee, die zersausten Haare als Helmfrisur zu verkaufen, hat Leo Burnett für den Kunden Peugeot vor einigen Jahren in ihrer Kampagne "Mach Dich auf bewundernde Blicke gefasst" umgesetzt.


Autor:

Nadia Riaz

Nadia Riaz ist seit Juni 2017 bei W&V und Kontakter. Vorher studierte sie Kommunikationswissenschaft, Europäische Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg. Interessiert sich vor allem für Agenturthemen und kreative Kampagnen. In der Freizeit liest sie am liebsten ganz viele Bücher.