Dazu müssen Agenturen ihre Beratungskompetenz steigern: Sie sollten "Aufträge, Ziele und Maßnahmen hinterfragen und dem Kunden bei der Entwicklung komplexer Briefings zur Seite stehen", lautet eine Empfehlung der Studienautoren Dirk Bathen und Jörg Jelden.

Auch in Sachen Projektmanagement sollen sich die Häuser besser aufstellen. Die Leadagentur, die bis dato vor allem die inhaltliche Richtung vorgab, wird mehr und mehr zum "Prozessmanager".

Zusammen mit Start-up-Kunden könnten Agenturen die neuen Modelle einem Praxistest unterziehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, gemeinsam mit Auftraggebern Joint-Ventures zu gründen (Stichwort: Customized Agencies).

Die Ergebnisse der Think-Tank-Studie "Agentur-Kunden-Beziehungen von morgen" (hier der PDF-Download) basieren auf 30 persönlichen Interviews mit Agentur- und Marketingverantwortlichen, einer quantitativen Befragung mit 462 Teilnehmern sowie einem Workshop mit 16 Experten aus Agenturen und Marketing.

Es ist die interessanteste GWA-Studie seit langem.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.