Ihr Werk sehen sie als Konkurrenz-Entwurf zur "Keep Control"-Kampagne von Tena Men, die mit dem schwierigen Tabu-Thema Blasenschwäche bei Männern ironisch umgeht. Die Kundschaft von Tena sei zu 51 Prozent männlich und schätze anonymes Online-Shopping. Ein Wachstumsmarkt mit einem Potenzial, das ihrer Ansicht nach auch die typische Frauenmarke Always nutzen sollte. 

Gegen die Stigmatisierung

Die Nachwuchsfilmer nutzen ebenfalls Ironie, die dadurch entsteht, dass sie bewusst auf den Kontrast und eine Marke setzen, die vor allem mit weiblichen Werten verbunden wird. Der Anspruch von Always, mit Kampagnen wie #likeagirl die Stigmatisierung im Rollendenken zu durchbrechen, treiben sie mit ihrer Idee noch eine Stufe weiter. Sie thematisieren die Stigmatisierung von Männern und wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Binden nicht nur Frauen helfen.

Wichtig ist ihnen dabei, die "betroffenen Männer ernst und würdevoll" anzusprechen, sie nicht zu verulken. Die Ultras und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl nutzen sie dabei als Sinnbild für männliche Stärke, der eine körperliche "Schwäche" nichts anhaben kann. "Ziel ist es, sich von allgemeinen Stigmatisierungen in der Gesellschaft zu verabschieden und zu zeigen, dass Personen trotz körperlichen Schwächen dominieren und idolisieren können", heißt es in ihrem Konzept.

Die Jury der Werbefilmakademie haben sie damit überzeugt. Der Spec Spot ist außerdem beim Berlin Fashion Film Festival in allen Hauptkategorien nominiert. 

   

„Mit Ultras gegen Stigmatisierung: Gute Idee!”


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.


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