Kreation des Tages :
Tränen bremsen die Verkehrs-Rowdies

Mit eindringlichen Bildern entlang der Autobahn mahnt das Verkehrsministerium zu umsichtigem Fahren. Die Hinterbliebenen von Unfallopfern zeigen ihre Trauer.

Text: Daniela Strasser

Die Kampagne "Runter vom Gas" setzt auf Emotionen.
Die Kampagne "Runter vom Gas" setzt auf Emotionen.

Stirbt ein Mensch bei einem Autounfall, sind im Schnitt 113 Angehörige, Freunde und Bekannte sowie Unfall-Einsatzkräfte betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Infratest Dimap. Die häufigsten Gründe für Autounfälle sind überhöhte Geschwindigkeit, Tippen auf dem Handy sowie ein zu geringer Abstand. Sprich: Nach wie vor könnten die meisten Unfälle vermieden werden.

Zu den bekanntesten Kampagnen für mehr Fahrsicherheit zählt seit Jahren "Runter vom Gas", vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie ist entlang der Autobahnen in Deutschland plakatiert.

2016 hat die Berliner Agentur Scholz & Friends den Etat zurückgewonnen und die Kampagne um digitalen Content ergänzt. Nach der vorangegangenen Plakatserie "Weil Leben schön ist" zeigt der neue Flight nun "Perspektiven der Betroffenheit". Auf den Printmotiven sind trauernde Menschen zu sehen, online erzählen Angehörige von Unfallopfern ihre Geschichte. Eindringlich und aufmerksamkeitsstark.

Verantwortlich: Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin, Berlin
Agentur: Scholz & Friends, Berlin
Fotografie: Monika Höfler
Videoreportagen: Julia Matyschick
Medien: Out of Home, online


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.