Bank für Sozialwirtschaft :
Trojanisches "Exit"-T-Shirt siegt im Wettbewerb für Sozialkampagnen

Mit der Aktion „Das trojanische T-Shirt“ für Exit Deutschland hat Grabarz & Partner den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz im 8. Wettbewerb Sozialkampagne der Bank für Sozialwirtschaft gewonnen. Alle Gewinner-Kampagnen setzten stark auf soziale Medien.

Text: Frauke Schobelt

Mit der Aktion „Das trojanische T-Shirt“ für die Organisation Exit Deutschland hat die Agentur Grabarz & Partner aus Hamburg den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis im 8. Wettbewerb Sozialkampagne der Bank für Sozialwirtschaft gewonnen. Der zweite Platz – in Höhe von 5.000 Euro - ging an das „NABU Atommüll-Mailing“ der Agentur Leo Burnett aus Frankfurt. Den dritten Platz, dotiert mit 3.000 Euro, gewann Thjnk, Hamburg, für die Kampagne „Deutschland findet Euch“. Die Preisverleihung fand am 13. Juni im Rahmen des 7. Kongresses der Sozialwirtschaft in Magdeburg statt.

„Der 8. Wettbewerb Sozialkampagne war zugleich derjenige mit der bisher höchsten Qualität an Einsendungen“, sagte Dietmar Krüger, Mitglied des Vorstandes der Bank für Sozialwirtschaft AG, in seiner Laudatio. Viele Kampagnen seien gelungene Beispiele dafür, wie auch mit einem begrenzten Budget ein sehr hoher Aufmerksamkeitswert erzielt werden kann.

Allen ausgezeichneten Kampagnen ist gemeinsam, dass sie stark auf die Wirkung der sozialen Medien setzen. So wurde „Das trojanische T-Shirt“ für Exit Deutschland – eine Aussteiger-Organisation für Rechtsextreme - zunächst als einmalige Aktion bei einem Rechtsrock-Festival platziert. Durch die virale Verbreitung wurde die Aktion in Medien national und international diskutiert. Sämtliche Kosten trug die Agentur Grabarz & Partner.

Die Idee des „NABU Atommüll-Mailings“ war, den Atommüll unter allen deutschen Haushalten aufzuteilen. Dazu wurden von einem fiktiven Absender 1.000 „Heim-Castoren“ verschickt. Außerdem überreichten NABU-Vertreter die Castoren medienwirksam vor dem hessischen Landtag an Regierungsvertreter. Die Wirkung: Die Abgeordneten erhielten mehr als 400 Mails der Heim-Castor-Empfänger. Social Media-, TV- und Zeitungsberichte aktivierten eine breite Öffentlichkeit zur Unterstützung weiterer NABU-Aktivitäten. Alle Leistungen der Agentur Leo Burnett wurden ohne Honorar erbracht.

Die Kampagne „Deutschland findet Euch“, die die Agentur Thjnk (früher Kempertrautmann) für die „Initiative vermisste Kinder“ realisiert hat, richtete auf Facebook die weltweit erste Plattform für die Suche nach vermissten Kindern ein. Zudem wurden engagierte Partner für „Deutschland findet Euch“ gewonnen, z. B. der frühere FC-Bayern-Kapitän Mark van Bommel. Die Plattform „Deutschland findet Euch“ generierte innerhalb eines halben Jahres mehr als 100.000 Fans auf Facebook und mehr als 120 Millionen Kontakte weltweit. Der mediale Gegenwert wird auf etwa 15 Millionen Euro geschätzt. Auch Thjnk engagierte sich mit der Kampagne sozial.

Eine Dokumentation der zehn besten Teilnehmerbeiträge ist unter https://www.sozialbank.de/ zu finden. Ihren Wettbewerb um die besten Werbekampagnen zu sozialen Fragestellungen schreibt die Bank für Sozialwirtschaft AG seit 1998 alle zwei Jahre aus. Die nächste Ausschreibung wird im Sommer 2014 erfolgen.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.