Agiles Projektmanagement :
Umbau bei Philipp und Keuntje: "Viele kleine Agenturen auf Zeit"

Philipp und Keuntje verpasst sich eine agile Struktur - weg von der Unit- hin zur Projektorganisation: Jeweils neu zusammengesetzte, interdisziplinäre Teams sollen sich künftig um Problemlösungen für die Kunden kümmern. Alle Units werden abgeschafft.

Text: Markus Weber

Die Geschäftsführung ist größer geworden: Sie will als Sparringspartner fungieren - nicht als Flaschenhals.
Die Geschäftsführung ist größer geworden: Sie will als Sparringspartner fungieren - nicht als Flaschenhals.

Die Hamburger Agentur Philipp und Keuntje verpasst sich eine agile Struktur - weg von der Unit- hin zur Projektorganisation: Jeweils neu zusammengesetzte, interdisziplinäre Teams sollen sich in Zukunft um die Problemlösungen für Kunden kümmern. Alle bestehenden Units werden abgeschafft.

Die fachliche Führung der Mitarbeiter erfolgt künftig in sogenannten "Fachheimaten" (u.a. Advertising, Digital, Content Marketing), in denen jeweils Kreation, Projektmanagement und die fachspezifische Beratung organisiert werden. Für die übergeordnete Markenberatung wird dagegen eine neue Einheit geschaffen, die sich generalistisch aufstellt.

Durch dieses neue Modell würden auch die Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter gestärkt. "Alles fängt mit unseren Leuten an", sagt Torben Hansen, Sprecher der PuK-Geschäftsführung: "Wir leben davon, ständig neu gelagerte Probleme für unsere Kunden zu knacken – da müssen wir für jene weiterhin attraktiv bleiben, die Lust haben, sich ständig weiterzuentwickeln und komplexer werdende Aufgaben auch lösen können. Und darauf werden auch die Kunden in Zukunft aus Eigeninteresse noch stärker achten." 

Philipp und Keuntje versucht mit der neuen Agenturstruktur die Quadratur des Kreises. "Stabilität bei gleichzeitiger Agilität", so lautet das Ziel. Völlig unterschiedliche Köpfe müssten flexibel und schnell an einen Tisch, um gemeinsam ein Problem zu lösen. Mike John Otto, der neu in die Geschäftsführung berufen wurde, spricht von der "finalen Absage an die überholte Ansagekultur" und von der "Entwicklung einer Kultur der Anleitung und des Mentoring." Hierfür würden die eigenen Führungskompetenzen entsprechend weiterentwickelt. Auch die Chefs müssen bei Philipp und Keuntje dazulernen. "Erfahrene Führungskräfte stehen immer für Sparring zur Verfügung, sie sind aber nicht mehr die Bottlenecks", verspricht Otto. 

Zu den bestehenden Geschäftsführern Dominik Philipp, Hartwig Keuntje, Wolfgang Block und Torben Hansen wurden zusätzlich Diether Kerner (Kreation), Mike John Otto (Digitale Kreation) und Andreas Müller-Horn (Innovationen) neu in die Geschäftsführung berufen. Sie kommen alle aus dem eigenen Haus. Von außen stieß - wie bereits berichtet - Stephan Giest von Jung von Matt als Beratungschef hinzu.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.


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