Postproduktion :
Zu lange Wimpern: Rimmel-Spot mit Cara Delevingne gestoppt

In England müssen Postproduktionen vorsichtig sein: Die Werbeaufsicht zeigt erneut ihre Krallen und verbietet nun einen Wimperntusche-Spot mit Topmodel Cara Delevingne wegen zu intensiver Nachbearbeitung.

Text: Markus Weber

Verspricht Cara Delevingne im Rimmel-Spot mehr, als sie halten kann?
Verspricht Cara Delevingne im Rimmel-Spot mehr, als sie halten kann?

Die britische Advertising Standards Authority (ASA) hat wieder zugeschlagen. Dieses Mal traf es die Kosmetikmarke Rimmel London, die zum weltweiten Coty-Konzern gehört.

Stein des Anstoßes ist ein 20-sekündiger Spot mit dem Topmodel Cara Delevingne: Rimmel wirbt darin für seine Wimperntusche Scandaleyes Reloaded. Der Spot verspricht Käuferinnen bei Anwendung des Produkts "verwegen lange Wimpern".

Die ASA reagierte auf eine Verbraucherbeschwerde. Laut dem Fachdienst "The Drum" hat Coty zugegeben, dass einige Wimpern nachgezeichnet wurden. Man habe bei der Nachbearbeitung aber keinesfalls die Absicht gehabt, die Wimpernhaare zu verlängern.

Die Werbeaufsicht war der Ansicht, die Wimpern wirkten in der nachbearbeiteten Version länger. Konsumenten hätten jedoch die Erwartungshaltung, dass das Ergebnis in der Realität auch dem entspreche, was davor im Spot gezeigt wurde.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.