Kürzere Wartezeiten :
Apple vereinfacht iPhone-Reparaturen

Schon Ende 2017 können Drittanbieter die Reparaturen übernehmen. Dafür liefert Apple die passenden Geräte an rund 400 Partner.

Text: Susanne Herrmann

"Macht weiter Apps", bittet Apple die Entwickler in diesem Willkommens-Spot zur WWDC 2017. "Die Welt verlässt sich auf euch." Ohne Apps wüssten wir nicht mal, durch welche Stadt wir gerade fahren. Oder wie wir Selfies unter die Leute bringen könnten.
"Macht weiter Apps", bittet Apple die Entwickler in diesem Willkommens-Spot zur WWDC 2017. "Die Welt verlässt sich auf euch." Ohne Apps wüssten wir nicht mal, durch welche Stadt wir gerade fahren. Oder wie wir Selfies unter die Leute bringen könnten.

"Horizon" heißt die Maschine, die iPhone-Displays einfach richten kann. Oder den Fingerabdruck-Sensor. Oder den Prozessor. Das war bisher Apple selbst vorbehalten - jedenfalls, wenn der Kunde seinen Garantieanspruch behalten wollte. In Zukunft - konkret: noch in diesem Jahr - soll die Apple-autorisierte Reparatur rund 400 Partner-Läden in 25 Ländern zur Verfügung stehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wann es in Deutschland soweit ist, steht noch nicht fest.

Die Reichweite habe vergrößert werden müssen, vor allem, weil die Wartezeiten für Reparaturen immer länger geworden seien, zitiert Reuters Brian Naumann, den Leiter Service Operations. Es sind so viele, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl an verkauften Geräten, dass Apple damit zwischen einer und zwei Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr macht. Seit 2007 hat der Konzern mehr als eine Milliarde iPhones verkauft.

Neuigkeiten aus Cupertino

Inzwischen läuft die Entwicklerkonferenz WWDC von Apple in San José auf Hochtouren. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

  • Amazons App für Prime Video kommt definitiv noch in diesem Jahr auf Apple TV.
  • AR Kit heißt die Augmented-Reality-Plattform für Entwickler. Die Softwareumgebung für AR bietet auch Werbemöglichkeiten. Und soll es erst mal den Entwicklern leichter machen, AR zu nutzen.
  • Der iCloud-Speicherplatz wurde unter dem neuen mobile Betriebssystem iOS 11 erweitert, die Preise gesenkt. Nun gibt es 2 TB Speicher für 10 Euro pro Monat.
  • iOS 11 erlaubt weitere NFC-Funktionen (Near-Field-Communication) jenseits seines Bezahlsystems Apple Pay. Was Werbung ermöglicht, aber auch drahtlose Verbindungen zu anderen Geräten vereinfacht.
  • Das Kontrollzentrum wurde neu gestaltet - und erlaubt unter anderem direkten Zugriff auf die Box Apple TV, Bildschirmaufnahmen und eine "Beim Fahren nicht stören"-Funktion. Die unterdrückt Benachrichtigungen während der Autofahrt - damit der Drang, aufs Handydisplay zu schauen, nicht übermächtig wird.
  • Neue iPads und iMacs (mit ausreichend Leistung für VR-Filme) wird es geben - kein neues iPhone-Modell.
  • Und natürlich den Homepod.

Die Entwickler begrüßte Apple übrigens mit diesem Werbespot (Produktion: MJZ, Regie: Tom Kuntz). Er umwirbt die App-Entwickler, indem er eine Welt ohne Apps inszeniert. Das kann natürlich nur ins absolute Chaos führen, übertreibt der Apple-Spot "Appocalypse".

Die Reaktionen im Netz fielen natürlich sehr unterschiedlich aus. Uns hat der Clip Spaß gemacht.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.