Marissa Mayer :
Aus fürs Home-Office:Yahoo-Mitarbeiter müssen ins Büro

Die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer räumt weiter auf: Beim Internet-Konzern wird künftig nicht mehr zu Hause, sondern im Büro gearbeitet. Die Begründung: "Geschwindigkeit und Qualität werden oft vernachlässigt, wenn wir von zu Hause arbeiten".

Text: Anja Janotta

Die neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer räumt weiter auf: Bei dem Internet-Konzern wird künftig nicht mehr zu Hause, sondern im Büro gearbeitet. Die Home-Office-Kollegen müssen wieder vor Ort antreten. Face-to-Face-Interaktion würde eine bessere kollaborative Kultur ermöglichen - so begründet die  Personalabteilung den Schwenk in der Firmenphilosophie. "Geschwindigkeit und Qualität werden oft vernachlässigt, wenn wir von zu Hause arbeiten," heißt es einem Memo, das das Portal Business-Insider zitiert.

Das ruft Kritiker auf den Plan: Den ehemaligen Virgin-Gründer Richard Branson beispielweise. Home-Office sei eine Frage des Vertrauens in die eigenen Leute, sagt er in einem Blog-Beitrag. "Wir geben den Leuten die Freiheit, da zu arbeiten wo sie wollen, mit dem sicheren Wissen, dass sie die Energie und die Expertise haben, um exzellente Leistungen hervorzubringen," schreibt er. Auch an anderer Front hagelt es Kritik: Gerade Mütter, die sich von der frischgebackenen Mutter Marissa Mayer mehr Unterstützung erhofft hatten, sind von der neuen Direktive wenig begeistert.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.