Internet-Startups :
Bits & Pretzels goes Oktoberfest

Das Münchner Gründer-Event weitet die Veranstaltung während des Volksfests auf drei Tage aus. Im Schottenhamel-Zelt sollen sich 3500 Vertreter von Startups, Investoren und Inkubatoren treffen. Ein deutliches Zeichen der Stadt.

Text: Kay Städele

Die Münchner Gründerszene sollte sich Ende September ein paar Tage freihalten. Denn das Gründertreffen "Bits & Pretzels" erhält einen kräftigen Wachstumsschub. Die Veranstalter kündigten am vergangenen Freitag an, dass das Event im September auf drei Tage ausgeweitet wird. Als Höhepunkt werden sich gleich 3500 Vertreter von Startups, Investoren und Inkubatoren im Schottenhamel-Zelt treffen. Das verkündeten die Veranstalter und Festwirt Christian Schottenhammel. Allein diese Tatsache demonstriert den Willen den Stadt, die Szene zu unterstützen. Normalerweise sind die Stadt München und die Wiesnwirte sehr darauf bedacht, nicht zu viele Plätze in den Zelten für Veranstaltungen zu blockieren. Zu wichtig ist es, genügend Platz für die Touristen zu bieten. Für die Gründer wird nun eine Ausnahme gemacht.

Die positive Entwicklung der Münchner Startup-Szene zeigte sich an der enormen Resonanz der jüngsten Veranstaltung. 1700 Gründer, Investoren, Inkubatoren und Internetunternehmen versammelten sich im Münchner Löwenbräukeller, der voll besetzt war - fast alle von Ihnen in Tracht. Die Referenten schafften es bisweilen kaum, sich gegen die Geräuschkulisse dieser Menge durchzusetzen. Und das, obwohl es das Line-Up in sich hatte: Internationale Vertreter des Musik-Identifikationsdiensts Shazam, der Software-Firma Cloudera, der Dating-App Tinder und des Mobile-Tracking-Spezialisten Tune berichteten über ihre Erfahrungen und gaben Gründungstipps. Tune-Mitgründer Peter Hamilton gab sogar eine Gesangseinlage, um sich die volle Aufmerksamkeit der Besucher zu sichern. Um dieser Internationalisierung Rechnung zu tragen, fand die Moderation auch erstmals auf Englisch statt. Lediglich das politische Begrüßungs-Komitee um Ilse Aigner und Münchens Bürgermeister Josef Schmid sowie Kabarettist Django Asül blieben beim Bayerischen.