OVK-Zahlen zur Adblocker-Rate :
BVDW: Die Adblock-Nutzung geht deutlich zurück

Der BVDW betont: Die Adblocker-Rate geht kontinuierlich zurück. Laut dem Verband kursieren "sehr abenteuerlichen Hochrechnungen" im Markt.

Text: Ulrike App

Die Adblocker-Rate geht zurück.
Die Adblocker-Rate geht zurück.

Der Online-Vermarkterkreises (OVK) verkündet die jüngsten Adblocker-Zahlen. Laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) ist der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung deutlich gesunken: Durchschnittlich wurde im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 17 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung verhindert – im dritten Quartal waren es noch knapp über 19 Prozent.

Oliver von Wersch (Gruner + Jahr Digital), Adblocker-Experte beim BVDW, spricht von einer "kontinuierlich rückläufigen Rate". Seine Einschätzung: "Branchenweite Maßnahmen wie ein offener Dialog mit den Nutzern sowie die Optimierung der Qualität der Online-Werbung entfalten mehr und mehr ihre Wirkung. Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Verlagerung der Nutzung auf mobile Endgeräte, auf denen Adblocker-Nutzung derzeit keine nennenswerte Rolle spielt. Für eine realistische Darstellung der Adblocker-Thematik ist es wichtig, dass wir den mitunter sehr abenteuerlichen Hochrechnungen im Markt eine tatsächlich gemessene Rate gegenüberstellen."

Zur Ermittlung der zentralen Adblocker-Rate erheben rund zwei Drittel der OVK-Mitgliedshäuser den Anteil der geblockten Online-Werbung auf ihren Angeboten und melden diesen dem Verband.

Vor wenigen Wochen hatte der BVDW die Gesamtmarkt-Zahlen für 2016 veröffentlicht: Online- und Mobile-Werbung ist im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent gewachsen. Das Umsatzvolumen beläuft sich auf 1,785 Milliarden Euro (2015: 1,676 Milliarden Euro).


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.