BVDW: Ordnung für den Mobile-Werbemarkt

Mit dem "MAC Mobile Report 2012/01" schafft der Branchenverband erstmals Standards für mobile Werbung in Deutschland.

Text: Raoul Fischer

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Die Unit Mobile Advertising (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) liefert mit dem aktuellen "MAC Mobile-Report 2012/01" erstmals Standards für den Mobile-Werbemarkt in Deutschland. Dafür übernimmt der MAC zum einen die internationalen Standard-Formate vom Interactive Advertising Bureau (IAB) und der Mobile Marketing Association (MMA). Zudem schafft der Report für einige Sonderwerbeformate, etwa für große Displays, Expandable Ads und Interstitials, neue Standards.

"Viele Agenturen und Werbungtreibende sagen uns, dass mobile Kampagnen zwar interessant seien, die Werbemittel aber zu komplex und unübersichtlich", sagt Oliver von Wersch, Geschäftsführer G+J Electronic Media Sales und Leiter der Unit Mobile Advertising im BVDW. Mit den neuen Standards erreiche man eine deutliche Vereinfachung bei der Ausspielung von mobiler Werbung in Deutschland und senke die Kreationskosten, da technische Hürden reduziert würden. Laut von Wersch handelt es sich nicht um eine allgemeine Empfehlung, die neuen Standards zu nutzen, sondern um eine echte Verpflichtung aller im MAC organisierten Vermarkter und Netzbetreiber.

Diese repräsentieren etwa 90 Prozent des mobilen Werbemarktes in Deutschland. Die neuen Richtlinien und Standards beinhalten zwar auch die Standard-Formate für das iPad, lassen aber noch einige Baustellen offen. "Bei Tablets dominiert bislang ein Geräte-Typ, die Nutzung fächert sich noch nicht so weit auf", erklärt von Wersch. Der MAC will an dem Thema weiterarbeiten und zur Dmexco im September neue Standards für Sonderwerbeformen und Rich Media vorstellen. Als weiteres Ziel plant der MAC die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur, auf deren Basis die Vermarkter gemeinsam mit Agenturen und Kunden die Standardisierungsprozesse weiterentwickeln können.


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Raoul Fischer
Raoul Fischer

Raoul Fischer ist Autor und Korrespondent der W&V in Frankfurt am Main. Der Fachjournalist beobachtet die Entwicklungen im digitalen Markt und schreibt für W&V auch Beiträge zum Thema Employer Branding.



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