Berliner Verkehrsbetriebe :
Charmeoffensive der BVG endet mit Shitstorm auf Twitter

Shitstorm statt Imagepolitur: Mit ihrer Twitter-Kampagne #Weilwirdichlieben ernten die Berliner Verkehrsbetriebe viel Häme im Netz. Jetzt bemüht sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung.    

Text: Sebastian Blum

Der öffentliche Nahverkehr zählt eher nicht zu den großen Sympathieträgern. Mit einer Social-Media-Kampagne wollten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) daher ihr Image aufpolieren: Für ihre Charmeoffensive hatte das Unternehmen sogar einen eigenen Twitter-Account gestartet. Berliner Fahrgäste fordert das Unternehmen auf, mit #Weilwirdichlieben die "schönsten BVG-Momente" zu posten. Doch statt Lob hagelt es für die BVG ordentlich Häme im Netz.

Für viele genervte Pendler ist das Hashtag #Weilwirdichlieben dabei eine Steilvorlage, um sich ihren Frust von der Seele zu tweeten.

Bei so viel Spott geht das vereinzelte Lob, das die BVG durchaus auch erntet, unter.

Dass der Shitstorm schnell abebbt, ist eher unwahrscheinlich. Denn auch Nachrichtenportale wie Spiegel Online tragen das BVG-Bashing weiter ins Netz: "Die Reaktionen auf die Twitteraktion waren absehbar", schreiben etwa die Hamburger. Als "Marketing-Fehlschlag" bewertet "Die Berliner Zeitung" die Twitter-Kampagne der BVG.

Bei dem Berliner Unternehmen bemüht man sich indes um Schadensbegrenzung: "Liebe Stormerinnen und Stormer, wir lesen #Weilwirdichlieben aufmerksam und werden euren Input sammeln und aufarbeiten", posten die BVG auf ihrem Twitter-Account und gibt sich weiterhin charmant: